Kerber-Quoten ernüchternd

Tennis auf ARD und ZDF, das bleibt wohl erst einmal eine Ausnahme. Schlechte Einschaltquoten während den WTA-Finals dürften die Öffentlich-Rechtlichen in naher Zukunft von Live-Übertragungen abschrecken. Von Sebastian Koch

Konnte aus Singapur nur wenig Zuschauer vor den deutschen Fernsehern grüßen: Angelique Kerber.

ARD und ZDF sind mit den Quoten der WTA-Finals nicht zufrieden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Demnach haben bei vier der fünf live übertragenen Spiele der Weltranglisten-Erste unter einer Millionen Zuschauer eingeschaltet. Einzig das Finale am Sonntagmittag knackte die Millionengrenze.

 

"Nicht enttäuschend, aber natürlich nicht wirklich zufriedenstellend", fasst ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky die Zahlen zusammen. Im Alltag schalten den Sender während der gleichen Sendezeit für die Seifenoper Rote Rosen ungefähr doppelt so viele Zuschauer ein.


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ZDF mit Finale zufrieden

 

Wenigstens mit dem Finale ist das übertragende ZDF zufrieden. 1,63 Millionen Zuschauer bedeuteten am Sonntagmittag einen Anteil 11,7 Prozent. Dennoch täuscht das Finale nicht über das mangelnde Zuschauerinteresse an Tennis in öffentlich-rechtlichen Sendern hinweg.

 

"In Ruhe" möchten die Programmentscheider laut dpa die Zahlen besprechen und analysieren. Ob sich beide Sender in naher Zukunft jedoch noch einmal um die Übertragungsrechte eines großen Tennisturniers bemühen werden, darf angesichts der Erfahrungen der vergangenen Woche bezweifelt werden.

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