Graf, Becker, Kerber - Angie erweitert deutschen ELITE-KREIS

 

Punkte, Punkte, Punkte. Seit über 30 Jahren sammeln die Tennisprofis auf der ATP- beziehungsweise WTA-Tour wichtige Zähler, um an der Spitze der Weltrangliste zu stehen. Das gelang bisher nur drei deutschen Spielern. Von Markus Schulze

 

Eine gute Position in der Weltrangliste spielt in der Tennis-Welt eine große Rolle. Im Gegensatz zu anderen Sportarten, wie zum Beispiel bei der FIFA-Rangliste im Fußball, genießen die Platzierungen einen hohen Stellenwert. Eine gute Position im Tableau bedeutet gleichermaßen eine leichtere Auslosung bei den Turnieren. So wird gewährleistet, dass die besten Spieler nicht gleich in der ersten Runde aufeinandertreffen können.

 

 

 

In die Rangliste fließen die Ergebnisse der besten 18 Turniere ein, die in den vergangenen 52 Wochen absolviert worden sind. Für einen Sieg bei einem Grand Slam-Turnier gibt es beispielsweise 2000 Punkte. Diese Punkte gilt es im nächsten Jahr zu verteidigen. Beim einem Ausscheiden im Halbfinale erhält man nur 720 Punkte. Somit würde ein Verlust von 1280 Punkten entstehen.

 

 

 

Insgesamt haben es bislang 47 Damen und Herren geschafft, den Tennis-Thron zu erklimmen. Unter ihnen sind „nur“ drei Deutsche:

 

 

Steffi Graf ist die erfolgreichste Tennisspielerin Deutschlands aller Zeiten. Insgesamt 377 (!) Wochen stand die Brühlerin auf Platz eins der WTA-Weltrangliste. Das ist unangefochtener Rekord. Dazu beendete Graf acht Spielzeiten als Nummer eins der Weltrangliste – auch dieser Wert ist bis heute unerreicht. Bis heute ist sie die einzige Spielerin, die den Golden Slam holen konnte – 1988 gewann sie die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen und sicherte sich zudem den Finalsieg bei allen vier Grand-Slam-Turnieren.

 

Foto: von Chris Eason from London (Set....) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

 

 

49 Turniersiege im Einzel, 15 mal im Doppel erfolgreich – auch Boris Becker legte eine wahre Bilderbuchkarriere hin und gehört noch heute zu den erfolgreichsten Tennisspielern aller Zeiten. Im Gegensatz zu Steffi Graf konnte sich der Leimener aber nicht allzu lange an der Spitze der Weltrangliste behaupten. Dem jüngsten Wimbledon-Sieger waren „nur“ zwölf Wochen auf Position eins vergönnt. Noch heute feiert Becker große Erfolge im Tenniszirkus. Der inzwischen 48-Jährige fungiert als Trainer von Novak Djokovic, dem aktuell Führenden der ATP-Weltrangliste.

 

Foto: By James Phelps from USA (Boris Becker) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

 

 

Das neueste Mitglied der deutschen Tennis-Elite heißt Angelique Kerber. Die gebürtige Bremerin schaffte ihren endgültigen Durchbruch im Jahr 2016. Dem Turniersieg bei den Australian Open folgte der Sieg bei den US Open. Desweiteren gelang es Kerber beim Olympischen Turnier und Wimbledon in das Endspiel vorzudringen, verlor aber gegen Monica Puig beziehungsweise Serena Williams. Nichtsdestotrotz war es ein phänomenales Jahr für den Schützling von Trainer Torben Beltz. Zur Belohnung steht Kerber seit dieser Woche an Nummer eins der WTA-Weltrangliste. Im besten Falle sollen viele weitere Tage als beste Tennisspielerin der Welt folgen.

 

Foto: von Tatiana from Moscow, Russia (Anglique Kerber) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Belend (Mittwoch, 12 Oktober 2016 00:06)

    Finde euere Homepage echt klasse. Weiter so !
    Interessante Themen

    Lg