Der Neue ist da - SV Sandhausen stellt Kenan Kocak vor

Zweitligist SV Sandhausen hat seinen neuen Coach am Montagmittag vorgestellt. Kenan Kocak übernimmt den Trainerposten am Hardtwald. Aus Sandhausen berichtet Markus Schulze.

Er hat den Sprung geschafft - Kenan Kocak ist neuer Cheftrainer beim SV Sandhausen. Der 35-Jährige absolvierte erst in diesem Jahr seine Ausbildung zum Fußballlehrer. Foto: SSUT

Von der Viertklassigkeit hoch in die zweite Liga. Noch in der vergangenen Saison hatte Kenan Kocak mit seinem ehemaligen Verein SV Waldhof Mannheim den Aufstieg in die dritte Bundesliga verpasst. Beruflich geht es für den 35-Jährigen dennoch steil bergauf. Kocak ist neuer Cheftrainer des SV Sandhausen und tritt damit die Nachfolge von Alois Schwartz an, der den Verein eine Woche zuvor in Richtung Nürnberg verlassen hatte.

 

Machmeier: "Trainer, der entwicklungsfähig ist"

 

"Ihr werden Kocakschen Fußball erleben", versprach der neue Coach in seiner Antrittsrede vor der Presse. "Leidenschaftlich, emotional, kämpferisch, mutig, frech und mit unbedingtem Siegeswillen." Diese Spielphilosophie führte den SV Waldhof Mannheim zum Meistertitel der Regionalliga Südwest. In der Aufstiegsrelegation scheiterte man zwar an Lotte, doch Kocak hat mit seiner Arbeit bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Deutsch-Türke hatte sich letztendlich gegen mehr als 50 Bewerber durchgesetzt.

 

"Wir wollten einen Trainer haben, der entwicklungsfähig ist und den SV Sandhausen als riesige Chance sieht und nicht nur als Gehaltsempfänger", erklärt SVS-Präsident Jürgen Machmeier seine Wahl. Deshalb habe man sich auch gegen einen Trainer entschieden, der aus dem "Kreislauf der ersten, zweiten und dritten Liga" stammt.

Vertag in Mannheim erst verlängert

 

Bei den Fans des SV Waldhof Mannheim hinterließ der Wechsel einen faden Beigeschmack. Erst vor kurzem hatte der zweifache Familienvater seinen Vertrag vorzeitig bis 2019 verlängert. Ein paar Tage später folgte der Weggang nach Sandhausen. "Ich kann es nachvollziehen, wie die Fans reagieren. Aber ich bin nach wie vor ein Waldhöfer, habe bis zum Schluss alles gegeben und eine intakte Truppe aufgestellt", versichert Kocak.

 

Ein ähnliches Szenerio erlebte auch der SV Sandhausen. Kurz vor Beginn der Vorbereitung hatte sich Trainer Alois Schwartz für einen Wechsel zum 1. FC Nürnberg entschieden.

 

Mit seiner neuen Mannschaft absolvierte der frühere Zweitligaprofi erst ein Training. Einen ersten Eindruck konnte er von seinen Jungs bereits gewinnen. „Die Mannschaft ist sehr gut zusammengestellt. Die Mischung aus alt, jung und entwicklungsfähig stimmt", lobt Kocak die Arbeit des Geschäftsführers Otmar Schork.

 

Die Zielsetzung hat sich im Vergleich zu den vorherigen Spielzeiten in der zweiten Bundesliga nicht geändert. Man wolle eine "sorgenfreie Saison" spielen, so Schork. In der vergangenen Saison hatte sich Sandhausen vorzeitig und souverän den Klassenerhalt gesichert - und das trotz eines Punktabzuges vor dem ersten Spieltag.

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