"Schade, dass der Knurrer nicht mehr da ist" - Huub Stevens tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück

Huub Stevens tritt von seinem Posten als Trainer der TSG 1899 Hoffenheim zurück. Grund sind gesundheitliche Probleme, die dem Niederländer zu schaffen machen. Von Markus Schulze

"Schade, dass der Knurrer nicht mehr da ist." Ein Blick in das Gesicht des 62-Jährigen genügt, um festzustellen, dass dies wohl der traurigste Tag in der Karriere von Huub Stevens ist. Mit tränenerfüllten Augen gab der Niederländer am Mittwochnachmittag seinen Rücktritt in Hoffenheim bekannt. Besonders tragisch - nicht die miserable sportliche Situation, sondern gesundheitliche Probleme zwangen Stevens zu diesem verständlichen und notwendigen Schritt.

 

Schon seit längerem plagen den "Knurrer von Kerkrade" Herzrhythmusstörungen. Auch eine baldige Operation in Heidelberg, unweit von Hoffenheim, könnte anstehen. "Der Verein verdient einen Trainer, der 100 Prozent fit ist. Das Risiko ist zu groß", so Stevens im Presseraum in Zuzenhausen.

Gute Besserung, Huub Stevens!

Huub Stevens eilt der Ruf des Feuerwehrmannes voraus. In den beiden vergangenen Spielzeiten gelang es ihm den VfB Stuttgart vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit zu retten. Das sollte nun auch im Kraichgau gelingen.

 

Rosen: "Spieler hatten Tränen in den Augen"

 

Im Oktober 2015 hatte der Niederländer dort die Nachfolge des glücklosen Markus Gisdol angetreten. Sportlich gesehen keine allzu fruchtbare Liaison. Lediglich ein Sieg in zehn Spielen gelang 1899 Hoffenheim unter der Leitung von Stevens. Aktuell steht die Mannschaft auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits sieben Punkte.

 

Dennoch scheint das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft intensiv gewesen zu sein. Manager Alexander Rosen berichtete von Spielern, die bei der Verkündung Tränen in den Augen hatten.

 

Karriereende von Stevens?

 

Über eine Nachfolgeregelung ist auf der Pressekonferenz noch nichts bekannt geworden. "Wir wurden um viertel nach zehn von Huub überrascht. Die Nachricht ist erst fünf Stunden alt. Wir brauchen etwas Zeit, um das zu verarbeiten", begründete Rosen. Aktuell wird das Training von den bisherigen Assistenten Alfred Schreuder und Armin Reutershahn geleitet.

 

Für Huub Stevens dürfte Hoffenheim wohl die letzte Station in seiner langen Laufbahn sein. Angesprochen auf ein mögliches Karriereende antwortete der Niederländer kurz und knapp: "Das denke ich schon."

Gute Besserung, Huub Stevens!

Posted by Spiel, Satz und Tor on Mittwoch, 10. Februar 2016

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