FIFA Ballon d´Or: La Quinta - Messi holt sich fünften Titel

Bereits zum sechsten Mal ist der FIFA Ballon d´Or in der Kongresshalle Zürich vergeben worden. Lionel Messi war am Ende der strahlende Sieger des Abends. Von Markus Schulze

2009, 2010, 2011,2012 und jetzt auch noch 2015. Barcelonas Superstar Lionel Messi hat das Quintett perfekt gemacht und wurde zum fünften Mal in seiner Karriere zum Weltfußballer gewählt. Der 28-jährige Argentinier setzte sich in der Endauswahl gegen seinen ewigen Konkurrenten Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und Teamkollegen Neymar durch.

 

Messi: "Ein ganz besonderer Moment"

 

2015 war das Jahr von Lionel Messi. Mit dem FC Barcelona sicherte er sich das Triple. Lediglich ein Innenbandriss im Knie trübte das Jahr des argentinischen Zauberflohs etwas. Dennoch - im Kalenderjahr 2015 erzielte Messi allein in der spanischen Primera Division 37 Tore und bereitete weitere 17 Treffer vor. Eine famose Quote, die wahrscheinlich noch beeindruckender ausgefallen wäre, hätte sich der 28-Jährige nicht im Herbst des letzten Jahres verletzt.

 

Dies sei ein ganz besonderer Moment, so Messi, der dieses Mal im schlichten schwarzen Anzug erschienen ist. Der Argentinier bedankte sich insbesondere bei seiner Familie, den Teamkameraden und dem Fußball im Allgemeinen. "Ich habe gelernt durch den Fußball weiter zu wachsen".

 

Carli Lloyd wurde zur Weltfußballerin des Jahres 2015 ausgezeichnet. Die 33-jährige US-Amerikanerin führte ihre Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im letzten Jahr in Kanada zum Titel. Beim 5:2-Erfolg im Finale gegen Japan schoss die Mittelfeldspielerin von Houston Dash drei Tore. Bei ihrer Rede flossen zum ersten und einzigen Mal an diesem Abend Freudentränen. Unter anderem bedankte sich Lloyd bei Celia Sasic und Aya Miyama, die ebenfalls für den Preis nominiert waren.

Das Quintett ist perfekt - Lionel Messi vom FC Barcelona wurde zum fünften Mal als Weltfußballer ausgezeichnet.

Neuer als einziger Deutscher in FIFA-Weltauswahl

 

Natürlich wurde auch in diesem Jahr die FIFA-Weltauswahl gekührt. Mit Torhüter Manuel Neuer vom FC Bayern München befindet sich lediglich ein Akteur aus der deutschen Bundesliga in der Mannschaft. Die Viererkette wird dominiert von der spanischen Primera Division. Marcelo (Real Madrid), Sergio Ramos (Real Madrid) und Dani Alves (FC Barcelona) wurden gewählt. Komplettiert wird die Abwehrreihe von Thiago Silva vom französischen Meister Paris Saint-Germain. David Alaba und Jérome Boateng sucht man vergeblich. Eigentlich unverständlich.

 

Auch was das Mittelfeld sowie den Sturm angeht, dominiert ganz klar Spanien. Andres Iniesta (FC Barcelona), Luka Modric (Real Madrid) und Paul Pogba (Juventus Turin) bilden die Dreierkette im Mittelfeld. Der Angriffsreihe ist ein Wiedersehen aller Nominierten der Weltfußballerwahl - Neymar (FC Barcelona), Lionel Messi (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Real Madrid).

 

Enrique und Ellis als beste Trainer ausgezeichnet

 

Luis Enrique ist von der FIFA zum Welttrainer des Männerfußballs ausgezeichnet worden. Der Übungsleiter vom FC Barcelona verwies den chilenischen Nationaltrainer, Jorge Sampaoli, und Pep Guardiola, Coach des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München, auf die Ränge zwei und drei.

 

Sicherlich keine überraschende Wahl. Enriques Mannschaft dominierte im vergangenen Jahr den europäischen Klubfußball und konnte sich das Triple sichern. Der Gewinn der Meisterschaft in der Primera Division und der Copa del Rey wurde garniert vom Erfolg in der Champions League. Im Juni hatte der FC Barcelona Juventus Turin im Finale in Berlin mit 3:1 geschlagen.

 

Bei den Frauen setzte sich Jill Ellis durch. Die 49-jährige Nationaltrainerin der Vereinigten Staaten hatte sich im letzten Jahr mit ihrer Mannschaft den Weltmeistertitel sichern können. Somit ist die Auszeichnung wenig überraschend. Auf den Plätzen zwei und drei befinden sich Mark Sampson, der englische Nationaltrainer, und Japans Norio Sasaki.

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