Deutschland jetzt mit Futsal-Nationalmannschaft

Futsal ist in Deutschland bisher noch eine Randsportart. Das soll sich jetzt ändern. Der DFB hat eine Futsal-Nationalmannschaft gegründet. Von Markus Schulze

Holzpfosten Schwerte gegen die Hamburger Panthers. Was sich anhört wie ein Vorrundenspiel einer Ortsmeisterschaft, ist das Finale um den DFB Futsal Cup. Im April dieses Jahres machten rund 2000 Zuschauer das Spiel zu einem wahren Fest und sorgten für fantastische Stimmung. Willkommene Werbung und Aufmerksamkeit für die bisher wenig beachtete Variante des Hallenfußballs. Das soll sich jetzt ändern. Der DFB hat am Freitag eine Futsal-Nationalmannschaft ins Leben gerufen.


Paul Schomann wird erster Futsal-Bundestrainer


„Wir haben den Willen, mit der Futsal-Nationalmannschaft schon im Jahr 2017 an der Qualifikation zur Futsal-EM teilzunehmen", plant Rainer Milkoreit, DFB-Vizepräsident Breitenfußball, bereits für die Zukunft. Betreut wird die Mannschaft von Paul Schomann, der beim DFB auch für das Futsal-Training verantwortlich ist.

Budenzauber vor großer Kulisse. Im April 2015 sichern sich die Hamburg Panthers vor 2000 Zuschauern den DFB Futsal Cup.

Andere Regeln: keine Bande, Grätschen verboten


Futsal ist die von der FIFA offiziell anerkannte Variante des Hallenfußballs. Die Regeln unterscheiden sich deutlich zu dem Budenzauber, der in Deutschland auf dem Kunstrasen praktiziert wird. Die Banden wurden komplett abgeschafft. Stattdessen wird das Spielfeld von Linien begrenzt. Dazu wird mit einem sprungreduzierten Ball gespielt. Auch das Grätschen ist nicht erlaubt.


International genießt der Futsal einen deutlich höheren Stellenwert als in Deutschland. Regelmäßig werden Weltmeisterschaften ausgespielt, allerdings ohne deutsche Beteiligung. Rekordtitelträger sind die Brasilianer mit fünf Turniersiegen. Spanien, Italien und Portugal gehören zu den besten europäischen Mannschaften. Jetzt möchte auch der DFB in diese Sphären stoßen.

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