BuLi: HSV düpiert den BVB

Was für ein Auftakt in den 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Hamburg war, ist und bleibt weiterhin kein gutes Pflaster für Borussia Dortmund. Von Markus Schulze

Sieben Pflichtspielsiege in Serie - die Bilanz von Borussia Dortmund vor dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV war beeindruckend. Noch beeindruckender ist das Ergebnis der ersten Partie des 13. Spieltags. Mit 3:1 (2:0) setzten sich die Hanseaten überraschend deutlich gegen den BVB durch.


Der Anpfiff der Partie stand ganz im Zeichen der dramatischen Ereignisse der letzten Tage. Mit einer ersten Schweigeminute wurde dem kürzlich verstorbenen Helmut Schmidt gedacht. Die zweite Schweigeminute galt den Opfern der Terroranschläge in Paris, die genau vor einer Woche in der französischen Hauptstadt stattfanden.


BVB offensiv zu harmlos, defensiv mit groben Fehlern


Beim Hamburger SV gab es drei Änderungen in der Startaufstellung zu verzeichnen. Gojko Kačar, Ivo Iličević und Gideon Jung durften von Anfang an ran. Dagegen mussten Sven Schipplock, Marcelo Diaz und Michael Gregoritsch passen, die allesamt beim 1:1 gegen den SV Darmstadt 98 starten durften. Bei den Borussen kehrte Marco Reus zurück. Der deutsche Nationalspieler hatte seine Oberschenkelverletzung auskuriert und ersetzte Gonzalo Castro.


Dortmund agierte zwar gewohnt dominant, schaffte es aber nicht, die eigene Überlegenheit in Torchancen umzumünzen. Viel Ballbesitz, kaum Kreativität. Anders der HSV, der kompakt in der Defensive stand und auf Fehler der Schwarz-Gelben lauerte. Diese sollten nicht allzu lange auf sich warten lassen. Nach einem unnötigen Foul im Strafraum von Torhüter Roman Bürki an Ivo Ilicevic verwandelte Pierre-Michel Lasogga den anschließenden Strafstoß (19.). Der zweite schwere Patzer unterlief Rechtsverteidiger Mathias Ginter. Sein Rückpass in die eigene Hälfte wurde abgefangen. Lewis Holtby profitierte davon, lief alleine auf Bürki zu und sorgte für das 2:0 (41.).

Lewis Holtby (l.) feiert seinen Treffer zum 2:0.

Für die Vorentscheidung war ausgerechnet ein Dortmunder verantwortlich. Mats Hummels köpfte eine Ecke des HSV in die eigenen Maschen (55.). Einziger Lichtblick für den BVB: Pierre-Emerick Aubameyang markierte kurz vor Ende der Partie den Anschlusstreffer zum 3:1 (86.). Damit ist der Mittelstürmer mit 15  vorerst alleiniger Führender in der Torschützenliste.


Dank des Sieges distanzieren sich die Hamburger erst einmal von den Abstiegsrängen. Die Dortmunder verpassten es dagegen den Rückstand auf den FC Bayern München auf zwei Punkte zu verkleinern. Mit einem Erfolg gegen den FC Schalke 04 könnte der Rekordmeister sogar auf acht Zähler davonziehen.

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