Liverpool: Rodgers entlassen, Klopp for the Kop?

Brendan Rodgers ist nicht mehr Trainer beim FC Liverpool. Der 42-jährige Nordire wurde nach dem 1:1-Unentschieden im Merseyside-Derby gegen den FC Everton von seinen Aufgaben entbunden. Mit Carlo Ancelotti, Jürgen Klopp und Frank de Boer werden drei Namen als mögliche Nachfolger gehandelt. Von Markus Schulze

Brendan Rodgers stand 166 mal an der Seitenlinie des FC Liverpool im Schnitt holte er 1,77 Punkte. Kein schlechter Wert.

 

Foto: von Geoffrey Hammersley (Brendan Rodgers) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Klopp for the Kop? Schon seit Wochen haben die Anhänger des englischen Traditionsklubs FC Liverpool einen großen Wunsch: Jürgen Klopp als Trainer an der legendären Anfield Road. Deren Forderung könnte womöglich bald in Erfüllung gehen. Der Weg für Klopp wäre frei. Der bisherige Team-Manager Brendan Rodgers ist am Sonntag nach dem 1:1-Unentschieden im Merseyside-Derby gegen den FC Everton freigestellt worden.


„Jeder von uns hat wundervolle Momente mit Brendan als Trainer erlebt. Wir sind zuversichtlich, dass er eine lange Karriere im Fußball vor sich hat. Obwohl dies eine schwere Entscheidung war, glauben wir, dass diese nötig war, um wieder Erfolg auf dem Platz zu haben“, heißt es in einer Stellungnahme der Fenway Sports Group. Das amerikanische Sportvermarktungsunternehmen ist Eigentümer des FC Liverpool.


Nach verpasster Meisterschaft zurück ins Mittelmaß


Rodgers war 2012 zu den „Reds“ gekommen. Zuvor führte er Swansea City als ersten walisischen Klub in die Barclays Premier League. Seine Debütsaison in Liverpool beendete er auf dem siebten Platz. Das nächste Jahr sollte wieder an die erfolgreiche Vergangenheit der ruhmreichen Klubhistorie des FC Liverpool anknüpfen. Am Ende der Spielzeit verpasste man die Meisterschaft nur knapp. Drei Spieltage vor Saisonende standen die "Reds" auf Platz eins der Tabelle, nur um am Ende doch noch von Manchester City überholt zu werden.


Den sportlichen Höhenflug konnte Rodgers in den nächsten anderthalb Jahren nicht mehr wiederholen. Die Folgesaison erinnerte wieder an jenen Durchschnittsfußball der vergangenen Spielzeiten. Liverpool landete nur auf Rang sechs und in der Champions League schied die Mannschaft bereits in der Gruppenphase aus. Dennoch erhielt Rodgers am Saisonende das volle Vertrauen der Vereinsführung.


Dieses Vertrauen scheint nun aufgebraucht zu sein. Nach acht Spieltagen stehen die „Reds“ mit zwölf Punkten nur auf dem zehnten Rang. In der Europa League blamierten sich Emre Can & Co. mit einem 1:1-Unentschieden zu Hause gegen den FC Sion. Das Remis gegen den FC Everton sollte Rodgers' letztes Spiel auf der Trainerbank des FC Liverpool sein.

Wird er der Nachfolger? Jürgen Klopp soll der Top-Favorit auf den Trainerposten in Liverpool sein.


Foto: von Tim.Reckmann (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Klopp, Ancelotti und de Boer im Nachfolgerrennen


„Die Suche nach einem neuen Trainer ist bereits in vollem Gange und wir hoffen, schnell zu einer Übereinkunft zu kommen“, heißt es in der bereits oben erwähnten Stellungnahme der Fenway Sports Group.


Laut der britischen Rundfunkanstalt „BBC“ soll Jürgen Klopp dabei die besten Chancen auf den Trainerstuhl beim FC Liverpool haben. „Liverpool wird Klopp kontaktieren. Er wird als der ideale Mann für den Posten gesehen“, so BBC-Reporter Ben Smith. Der „Daily Mirror“ will sogar wissen, dass Klopp für Liverpool seine eigentlich ein Jahr andauernde Auszeit unterbrechen würde.


Neben Klopp wird auch der Name Carlo Ancelotti heiß gehandelt. Der Italiener gewann unter anderem schon mit dem FC Chelsea den Ligatitel in der Saison 2009/10. Real Madrid führte er 2014 zum zehnten Erfolg in der Champions League. Dazu soll auch der Niederländer Frank de Boer, aktuell Trainer bei Ajax Amsterdam, in der engeren Auswahl stehen.

 

Wenn es aber nach den Fans gehen würde, wäre die Entscheidung schon längst gefallen: Klopp for the Kop! Jetzt muss nur noch Klopp wollen ...

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