Allianz-Frauen-Bundesliga startet in 26. Saison

Heute Abend rollt das runde Leder auch endlich in der Allianz-Frauen-Bundesliga. Der Kracher zwischen Meister Bayern Müchen und Turbine Potsdam eröffnet die 26. Spielzeit. Aus Frankfurt berichtet Markus Schulze

„Spannung, Spielfreude, Emotionen und Tore.“ Der Einspieltrailer bei der offiziellen Saisoneröffnung der Allianz-Frauen-Bundesliga am vergangenen Montag verspricht viel. Etliche Funktionäre, Spieler und auch Trainer waren in der DFB-Zentrale in Frankfurt zusammengekommen, um den Start in die neue Spielzeit gebührend zu feiern.


Immer mehr Lizenzvereine in der Liga


Zwölf Teams kämpfen an 22 Spieltagen um die Vorherrschaft im deutschen Damenfußball. Was dieses Jahr besonders auffällt, ist der große Anteil an Lizenzvereinen innerhalb der Liga. Mit dem FC Bayern München, dem VfL Wolfsburg, 1899 Hoffenheim, dem SC Freiburg, Bayer 04 Leverkusen, dem 1. FC Köln und Werder Bremen sind inzwischen sieben solcher Vereine in der höchsten deutschen Spielklasse angesiedelt. Klubs wie den SC 07 Bad Neuenahr oder FFC Heike Rheine, die jahrelang in der Bundesliga mitgespielt haben, sucht man vergebens.


Von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sieht man diese Entwicklung nicht kritisch und spricht von einem „reizvollem Kontrastprogramm“. „Ich sehe das positiv und freue mich schon auf die neue Spielzeit“, so DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock.

 

 

 

 

 

Will sich in diesem Jahr endgültig bei den Top Vier etablieren - Meistertrainer Thomas Wörle vom FC Bayern München.

 

Foto: Spiel, Satz und Tor

Meisterschaftskampf offen, Köln und Bremen neu dabei


Auch der amtierende deutsche Meister stammt aus dem Pool der Lizenzvereine. Der FC Bayern München hatte sich in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag die Meisterschale sichern können. „Unser großes Ziel in dieser Runde ist es, uns oben bei den Top Vier etablieren zu können“, gibt sich Meistertrainer Thomas Wörle bei der offiziellen Saisoneröffnung bescheiden. Ganz unrecht hat er damit allerdings nicht. Die Konkurrenz ist mit dem VfL Wolfsburg, dem 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam groß.


Der SV Werder Bremen und der 1. FC Köln sind dagegen die neuen Gesichter der Allianz-Frauen-Bundesliga. Beide Mannschaften sind zum ersten Mal in ihrer Historie in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten, gehören aber zum Kreis der Abstiegskandidaten. Der Schritt von der zweiten in die erste Liga sei immens, so Journalist Oliver Zimmermann (framba.de) im exklusiven SSUT-Interview. Ähnlich sieht es auch Willi Breuer, Trainer vom 1. FC Köln: „Es wird vom ersten Spieltag an sehr schwer für uns werden. Wir können nur unser Bestes geben. Für die Mannschaft ist es komplettes Neuland“.


Partnerschaft mit der Allianz geht ins zweite Jahr


Nicht mehr ganz so neu ist die Partnerschaft der Bundesliga mit der Allianz. Bereits seit letzter Spielzeit ist der Versicherungskonzern Namenspate des Wettbewerbs. Die Kooperation trägt Früchte. In der abgelaufenen Spielzeit konnten 159,6 Millionen TV-Zuschauer erreicht werden – viermal so viel, wie es noch 2011 der Fall gewesen ist.


Auch das Social Media spielt eine immer größere Rolle. Während Twitter und Facebook schon von der Liga genutzt werden, kommen dieses Jahr noch Instagram und Tumblr dazu. Potential ist auf alle Fälle vorhanden. 3.761.125 Personen folgen der Damenmannschaft des FC Bayern München auf Facebook. Zum Vergleich: Die Männermannschaft vom FC Schalke 04 kommt nur auf 2.643.114 Fans.


Einzig und allein die Zuschauerstatistiken in den Stadien lassen noch gehörig Luft nach oben. Im Vergleich zur Saison 2013/14 verlor man im letzten Jahr rund 20.000 Zuschauer. Im Schnitt kommen nur knapp über 1.000 Menschen zu den Spielen. Der vierte Platz der deutschen Damen-Nationalmannschaft bei der diesjährigen WM in Kanada dürfte da wohl auch kein Auslöser für einen Frauenfußball-Boom sein.



Großes Klassentreffen vor dem "Kick-Off" auf dem Rasen - Spielerinnen und Funktionäre der Allianz-Frauen-Bundesliga bei der offiziellen Saisoneröffnung am Montag in Frankfurt.


Foto: Spiel, Satz und Tor

Am Freitagabend (18.00 Uhr, Eurosport) startet der Ligabetrieb dann auch auf dem grünen Rasen. Bayern München empfängt Turbine Potsdam zum Eröffnungsspiel der Allianz-Frauen-Bundesliga. Ein richtiger Kracher zu Beginn der Saison, der prädestiniert ist das oben genannte Versprechen zu halten. Spannung, Spielfreude, Emotionen und Tore – die Zuschauer würde es bestimmt freuen.

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