Steffi Jones unterstützt Silvia Neid als Co-Trainerin

Steffi Jones wird neue Co-Trainerin von Silvia Neid. Das gab die Bundestrainerin am Montag bei der Saisoneröffnung der Allianz-Frauen-Bundesliga bekannt. Von Markus Schulze aus Frankfurt

 

Die Ära von Silvia Neid neigt sich dem Ende entgegen. Die Bundestrainerin überraschte nun damit, ihre bereits feststehende Nachfolgerin Steffi Jones als Co-Trainerin in den Trainerstab der DFB-Frauen zu beordern. Für Jones wird dies eine Art „Schnupperjahr“. 2016 übernimmt die 42-Jährige dann endgültig den Trainerposten der deutschen Damen-Nationalmannschaft. „Für mich war das die logische Schlussfolgerung. Sie hat ein Jahr Zeit, die Stärken und Schwächen der Mannschaft kennenzulernen“, sieht Neid die Vorteile der neuen Konstellationen. Ulrike Ballweg, die bereits seit 2002 als Assistentin von Silvia Neid arbeitet, komplettiert das Trainerteam.

 

 

 

Das neue Dreamteam der Deutschen-Frauennationalmannschaft? Steffi Jones wird ab sofort Co-Trainerin von Silvia Neid.

 

Foto: Spiel, Satz und Tor

Im Anschluss der Bekanntgabe stellte sich Steffi Jones noch den Fragen der Presse.

 

Steffi Jones über ihre neue Position als Co-Trainerin:

 

„Das ist eine logische Schlussfolgerung. Wir haben schon im Vorfeld der WM überlegt, wie wir das weitere Jahr in Richtung Olympia planen können. Ich habe zwar bei den Männern hospitiert, was auch gut war. Aber da ich nächstes Jahr die Bundestrainerin werde, macht es Sinn, dass ich in diesem Jahr Erfahrungen sammeln kann und die Spielerinnen sowohl im Training als auch im Spiel hautnah erleben kann.“

 

... über ihre Aufgaben im Trainerteam:

 

„Meine Rolle ist ganz klar: Ich bin die Assistenztrainerin, ich werde auch Hütchen aufstellen. Ich werde Silvia Neid zuarbeiten und auch am Wochenende in der Allianz-Frauen-Bundesliga Spiele anschauen. All das gehört zu den Aufgaben einer Assistenztrainerin. Das ist die praktische Erfahrung, die ich auch unbedingt sammeln möchte."

 

 

… über mögliche Ambitionen, bereits vorher das Amt von Silvia Neid zu übernehmen:

 

„Silvia Neid und ich arbeiten schon seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammen. Ich habe kein Interesse am Stuhl der jetzigen Bundestrainerin zu sägen, sondern möchte nur möglichst viel von ihr lernen. Allerdings werde ich auch meinen Input geben. Es wird sicherlich mal zu einer Diskussion kommen, aber das ist ja auch das Schöne an einem Trainerteam. Vielleicht kann ich einen etwas anderen Blickwinkel reinbringen.“

 

über die Erfahrung von Bundestrainerin Silvia Neid:

 

„Silvia Neid hat als Spielerin und Trainerin so viel geleistet und bringt dabei eine Menge Wissen mit. Wenn sie das mit mir teilt, geht es kaum besser. Sie ist die erfolgreichste Trainerin der Welt. Ich freue mich sehr und werde weitaus mehr mitnehmen können als nur die Titel, die wir gewonnen haben.“

 

… über ihre Erwartungen an die neue Saison der Allianz-Frauen-Bundesliga:

 

„Einige Spielerinnen kurieren nach der WM erst einmal ihre Verletzungen aus. Die Trainer müssen das kompensieren und haben deshalb ihre Kader breiter aufgestellt. Mich würde freuen, wenn es in der Liga einfach noch dichter zugeht und wir nicht nur vier Mannschaften haben, die um den Einzug in die Champions League spielen."

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