Bastian Schweinsteiger - eine (Bayern-)Karriere in Bildern

Bastian Schweinsteiger hat den FC Bayern nach dreizehn Profijahren und unzähligen Titeln verlassen. Wir haben seine wichtigsten Stationen in einer Fotostrecke zusammengefasst. Von Sebastian Koch

Bundesliga-Debüt: Am 7. Dezember 2002 wird der damals 18-jährige Schweinsteiger im Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart (3:0) in der 83. Minute für Niko Kovac eingewechselt - seine erste von insgesamt 342 Bundesliga-Partien für den deutschen Rekordmeister.

 

In der gleichen Saison gewinnt Schweinsteiger gleich seine erste von insgesamt acht Meisterschaften und den ersten von sieben Pokalsiegen. In beiden Kategorien ist Schweinsteiger heute "Rekordsieger".

Förderer und Lehrling: Unter Trainer Ottmar Hitzfeld etabliert sich Schweinsteiger im Profikader der Bayern und erkämpft sich in den ersten Profijahren einen Stammplatz auf der rechten Seite.

Länderspiel-Debüt: Zusammen mit Lukas Podolski bestreitet Schweinsteiger bei der 0:2-Niederlage gegen Ungarn am 6. Juni 2004 unter Teamchef Rudi Völler sein Länderspiel-Debüt in Kaiserslautern.


Schweinsteiger schafft den Sprung in den EM-Kader 2004 und kommt beim Turnier in Portugal in allen drei Spielen zum Einsatz.

Sommermärchen 2006: Bastian Schweinsteiger gewinnt mit der Nationalmannschaft bei der Heim-WM die Bronze-Medaille. Auch weil das DFB-Team im Spiel um Platz 3 dank zwei Toren und einer Vorlage von Schweinsteiger Portugal mit 3:1 besiegt.

Schweinsteiger und van Gaal - das passt. Der extravagante holländische Coach beordert Schweinsteiger ab der Saison 2009/10 von der rechten Außenbahn ins defensive Mittelfeld, wo dieser zum Weltklasse-Profi reift.

Autsch! Die Saison 2011/12 steht für Schweinsteiger unter keinem guten Stern. Ein Schlüsselbeinbruch im Champions-League-Spiel gegen den SSC Neapal zwingt den Mittelfeldspieler zu einer wochenlangen Pause. Kurz nach seinem Comeback muss Schweinsteiger erneut pausieren. Und dann war da noch das Champions-League-Finale in der heimischen Allianz-Arena ...

Ausgerechnet Schweinsteiger, der die Bayern im Halbfinale-Elfmeterschießen gegen Real Madrid überhaupt erst ins Heim-Finale geschossen hatte, verschießt nun gegen Chelsea den fünften und letzten Bayern-Elfmeter. Der Pfosten rettet Chelsea und Torwart Petr Cech, der wenig später den Champions-League-Pott in den Händen hält. Schweinsteiger muss sich dagegen noch gedulden, um seinen ersten internationalen Titel zu gewinnen.

Per Hacke erzielt Schweinsteiger am 6. April 2013 gegen Eintracht Frankfurt den 1:0-Siegtreffer. Das Tor beschert den Bayern am 28. Spieltag den bis dato frühesten Meistertitel aller Zeiten und dem Torschützen die Ehrung des "Torschützen des Monats".

Schweinsteiger hinter dem Henkelpott: im "deutschen" Champions-League-Finale ringen die Bayern am 25. Mai 2013 Borussia Dortmund im Fußball-Mekka Wembley mit 2:1 nieder. Der größte Erfolg für Schweinsteiger auf Vereinsebene - die Bayern gewinnen eine Woche später auch noch den DFB-Pokal und somit sogar das Triple.

Das Triple-Jahr 2013 bringt Schweinsteiger zahlreiche Ehrungen ein, darunter unter anderem die zu "Deutschlands Fußballer des Jahres". Der FC Bayern München wird darüberhinaus zu "Deutschlands Sportmannschaft des Jahres" gewählt. Die Auszeichnung nahmen Schweinsteiger und Holger Badstuber entgegen.

Weltmeister! Am 13. Juli 2014 gewinnt die Nationalmannschaft mit einem unermüdlich kämpfenden Schweinsteiger den WM-Titel in Brasilien. Im Finale gegen Argentinien ...

... muss Schweinsteiger über 120 Minuten viel einstecken. Mehrfach muss der Vize-Kapitän behandelt werden, doch gegen eine Auswechslung sträubt er sich erfolgreich. Nach dem Spiel spricht Christian Spiller in der "Zeit" von Schweinsteigers "besten Spiel seiner Karriere". 

Am 26. April 2015 schlagen die Bayern mit Schweinsteiger Hertha BSC. Nach 30 Spieltagen ist Schweinsteiger damit erneut Deutscher Meister. Es ist sein 15. große nationale Titel (Meisterschaft + Pokal), womit er zum erfolgreichsten Bundesliga-Profi aller Zeiten aufsteigt.

Am 23. Mai 2015, dem 34. Bundesliga-Spieltag, wird Schweinsteiger von Bayern-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge geehrt. Es ist keine Verabschiedung, sondern der Glückwunsch zum 500. Pflichtspiel im Bayern-Trikot. Dass der 2:0-Sieg gegen den FSV Mainz 05 auch sein letztes Pflichtspiel für die Bayern sein würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt wohl noch niemand. Doch ...

... das Verhältnis zwischen Schweinsteiger und Pep Guardiola ist von Beginn an kompliziert. Selten gehen die beiden "Hand in Hand".  

Erst kauft der spanische Star-Trainer den defensiven Mittelfeldspieler Thiago, setzt dann Philipp Lahm auf die "Sechs" und machte vor der abgelaufenen Saison Xabi Alonso zum neuen Chef im Bayern-Mittelfeld. Schweinsteiger selbst war, wenn überhaupt, nur noch die Nummer zwei und auch wegen Verletzungen in den Augen Guardiolas keine unumstrittene Größe mehr.

Schweinsteiger, der Publikumsliebling: die Beziehung zwischen dem Bayern-Urgestein und den Fans in der Allianz-Arena ist innig. Als "Fußballgott" wird er bezeichnet, als ein Aushängeschild des Vereins angepriesen.

Nach 17 Jahren im Verein, 13 davon als Profi, 500 Pflichtspielen, davon 342 in der Bundesliga und unzähligen Titeln ist nun Schluss. Schweinsteiger wechselt zu Manchester United, wo er wieder auf seinen Ex-Trainer Louis van Gaal treffen wird. 

 

Wir wünschen dem Nationalmannschafts-Kapitän auf der Insel alles Gute! 

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