HSV und Westermann trennen sich

Der ehemalige Nationalspieler bekommt in Hamburg keinen neuen Vertrag mehr. Wie es nun mit seiner Karriere weitergeht, ließ Westermann zunächst offen. 

Von Sebastian Koch

 

Der Hamburger SV und Heiko Westermann gehen zur kommenden Saison getrennte Wege. Wie die Hanseaten am Nachmittag auf ihrer Webseite bekannt gaben, wird der am 30. Juni auslaufende Vertrag des ehemaligen Kapitäns nicht verlängert. Der 31-jährige Unterfranke spielte seit Juli 2010 bei den Norddeutschen und war dort von August 2010 bis April 2013 Mannschaftskapitän.

Schlussapplaus: Heiko Westermann (Mitte) und der Hamburger SV haben sich einvernehmlich darauf geeinigt, nach fünf Jahren den auslaufenden Vertrag des Verteidigers nicht mehr zu verlängern. 

Kultfigur abseits des Platzes, umstrittener Kämpfer auf dem Rasen

 

Der 27-fache Nationalspieler war zeit seines Engagements Stammspieler in Hamburg - wenn auch nicht unumstritten. Westermanns Leistungen polarisierten und spalteten die Meinungen der leidgeplagten Anhängerschaft des Bundesliga-Dinos. Schweren individuellen Fehlern des Verteidigers standen wichtige Tore gegenüber. Ein Rap, in dem sich Westermann in humorhafter Anlehnung an Cristiano Ronaldo als "HW4" titulierte, machten ihn darüber hinaus zur ligaweiten Kultfigur. 

 

Westermanns Zeit in Hamburg war auf der einen Seite geprägt von Leidenschaft und Kampfgeist. Auf der anderen Seite stand Westermann mehrfach im Zentrum der schwächsten Abwehr der Bundesliga. 

 

"Erst einmal Urlaub" 

 

Dietmar Beiersdorfer würdigte Westermann trotz allem auf der vereinseigenen Webseite. "Heiko hat fünf Jahre lang alles für den HSV gegeben", dankte der Vorstandsvorsitzende Westermann und ergänzte: "Wir haben höchsten Respekt vor seiner hochprofessionellen Einstellung und wünschen Heiko für die Zukunft alles erdenklich Gute."

 

Westermann selbst kann sich "sehr gut vorstellen, später nach Hamburg zurückzukehren und mit meiner Familie hier zu leben." Zunächst einmal wolle der Verteidiger aber "ein paar Tage in den Urlaub." Wie seine sportliche Zukunft danach aussehen wird, ließ der Vize-Europameister von 2008 offen.

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