WM: DFB-Damen wollen nächsten Dreier

Nach dem Auftaktsieg gegen die Elfenbeinküste will die deutsche Damennationalmannschaft am Donnerstag nachlegen. Mit einem Sieg gegen Norwegen wäre der Gruppensieg so gut wie sicher.

Von Markus Schulze

 

Das war doch ein Start nach Maß für unsere DFB-Damen. Zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Kanada schlug die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid die Elfenbeinküste mit sage und schreibe 10:0. Kein Wunder, dass die Stimmung im deutschen Lager nicht allzu schlecht ist.

 

Mittelfeldspielerin Lena Goeßling warnt allerdings schon vor der kommenden Aufgabe: "Wir sind natürlich erstmal erleichtert, dass wir so in das Turnier gestartet sind. Das gibt uns natürlich Selbstvertrauen und wir können befreiter aufspielen. Wir wissen aber auch, dass jetzt etwas ganz Anderes auf uns wartet."

 

In der Tat steht nun eine etwas kniffligere Aufgabe an. Mit Norwegen wartet der aktuelle Weltranglistenelfte. Beide Mannschaften kennen sich gut. Das letzte große Spiel liegt gerade einmal zwei Jahre zurück. Damals trafen die Teams im Finale der Europameisterschaft in Schweden aufeinander. Das Endspiel konnte die deutsche Elf knapp mit 1:0 für sich entscheiden.

 

"Norwegen hat sich entwickelt"


Bundestrainerin Silvia Neid hat das allerdings schon längst abgehakt und zeigte sich vor der Partie sehr respektvoll gegenüber den Norwegerinnen.


"Ich finde Norwegen hat sich in den letzten beiden Jahren entwickelt. Sie sind vor allem im Spiel nach vorne variabler geworden. Dazu haben sie gute Spielerinnen vorne in der Spitze."

Auf dem Weg zum nächsten WM-Titel? Silvia Neid hört nach dem Turnier in Kanada auf. Ein Titel zum Abschluss wäre doch ein schönes Geschenk.


Foto: von Anders Henrikson (a_6_7168) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Vorentscheidung um den Gruppensieg

 

Auch Norwegen startete siegreich in das Turnier. Mit 4:0 setzten sich die Skandinavierinnen gegen den WM-Neuling Thailand durch. Das Duell gegen Deutschland ist wahrscheinlich schon eine Vorentscheidung im Rennen um den Gruppensieg.


Ein wichtiger Faktor sei die Spielstärke und Spielqualität, ist sich DFB-Verteidigerin Tabea Kemme sicher. "Gerade das Passpiel wird gegen Norwegen im Fokus stehen. Damit werden wir hoffentlich in der gegnerischen Abwehrreihe für Druck sorgen können."

 

Ob es die Damen es besser machen als die Herrennationalmannschaft gestern,  sehen wir heute Abend. Die ARD übertragt die Partie aus Toronto live ab 22 Uhr. Beim letzten Spiel schalteten 5,13 Millionen Menschen ein. Über den ein oder anderen Zuschauer mehr, würde sich bestimmt niemand beklagen.

 

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