Hertha trennt sich von Trainer Luhukay / Dardai übernimmt

Es hat sich bereits am gestrigen Mttwoch angedeutet - Jos Luhukay muss seinen Trainerstuhl beim Bundesligisten Hertha BSC räumen. Ein Nachfolger steht auch schon bereit.

Von Markus Schulze


Bundesligist Hertha BSC hat sich nach der 0:1-Heimniederlage gegen Bayer 04 Leverkusen von seinem Trainer Jos Luhukay getrennt. Das gab der Hauptstadtclub am Donnerstag bekannt. Damit reagierten die Verantwortlichen auf die anhaltende sportliche Talfahrt. Nach dem Spiel ließ sich Manager Michael Preetz bereits zu keinem Treuebekenntnis mehr hinreißen, der Schritt erscheint deshalb logisch und wenig überraschend.

 

Die Berliner hotten aus den letzten drei Spielen keinen Punkt geholt und befinden sich in der Bundesliga in akuter Abstiegsgefahr. Mit nur 18 Punkten aus 19 Partien steht die Hertha auf dem 17. Tabellenrang. Neben Luhukay wurden auch dessen Assistenten Markus Gellhaus und Rob Reekers beurlaubt.


Luhukay hatte sein Amt bei den damals zweitklassigen Berlinern zur Saison 2012/13 übernommen und führte die Mannschaft direkt zurück in die Bundesliga. Nach dem SC Paderborn, Borussia Mönchengladbach und dem FC Augsburg war die Hertha seine vierte Trainerstation im Profifußball.

Doei Jos! Der Holländer hatte das Traineramt bei den Berlinern im Juli 2012 übernommen. In 92 Partien holte er im Schnitt 1,53 Punkte.

 

Foto: By Thomas Rodenbücher (Flickr: IMG_7388.jpg) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

"Neue Impulse" durch Ungarns Nationaltraineri?


Ein Nachfolger für den holländischen Übungsleiter steht schon in den Startlöchern, zumindest vorübergehend. Pal Dardai, Rekordspieler bei der „Alten Dame“ und aktueller Nachwuchstrainer, wird die Mannschaft gemeinsam mit dem ehemaligen Co-Trainer Rainer Widmayer am Samstag beim Auswärtsspiel gegen den FSV Mainz 05 betreuen. Ob dies auch eine langfristige Lösung darstellen soll, ist nicht bekannt.


Die Mannschaft habe "neue Impulse" gebraucht, begründete Preetz den Wechsel an der Seitenlinie auf der Pressekonferenz am Nachmittag. Zugleich lobte der ehemalige Nationalstürmer das Gespann, das die Hertha aus der Krise führen soll. Dardai sei "Herthas Rekordspieler und ein erfahrener Mann" - ob allein Rekorde als Spieler in der jetzigen sportlichen Situation allerdings ausreichen, darf zumindest angezweifelt werden. Der Trainerwechsel könnte auch für Preetz zur letzten Bewährungsprobe werden.


Der Ungar selbst gab sich naturgemäß kämpferisch. Er werde "bis zum Tod arbeiten" und wisse, dass die "Mannschaft die Qualität und genug gute Spieler für einen viel besseren Tabellenplatz" habe. Dardai, der noch keinen Trainerschein hat, ist aktuell auch ungarischer Nationaltrainer und wird diese Position auch für die Zeit als Hertha-Trainer ausfüllen. 

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