DTB trennt sich von Arriens / Waske als Nachfolger?

Der Teamchef hat den verbandsinternen Machtkampf verloren und muss nach nur einer Saison gehen.

Von Sebastian Koch


Der Deutsche Tennis Bund hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Davis-Cup-Teamchef Carsten Arriens getrennt. Das teilte Verbandsräsident Ulrich Klaus bereits am Montagabend mit. 


"Wir sind übereingekommen, die Zusammenarbeit im gegenseitigen Einvernehmen zu beenden", kommentierte Klaus die Entscheidung nüchtern, die sich bereits seit Wochen abgezeichnet hatte. Es rumorte seit langer Zeit gewaltig zwischen Verband und Arriens - insbesondere bei der Frage, wie in Zukunft mit dem eigentlich geschassten Philipp Kohlschreiber umgegangen werden sollte. Während der bisherige Teamchef von seinem Kurs, Kohlschreiber auf Grund disziplinarischer Verfehlungen nicht mehr zu nominieren, nicht abweichen wollte, beharrte der DTB auf eine Nominierung der deutschen Nummer eins für das Davis-Cup-Erstrundenspiel gegen Frankreich Anfang März in Frankfurt. 

Steiler Karriereaufstieg - laut Medienberichten ist Ex-Profi Alexander Waske Favorit auf die Nachfolge von Carsten Arriens.



Foto by:  Carine06, Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons

Süddeutsche Zeitung: Waske in den Startlöchern

 

Nun erfolgte die Trennung nach nur knapp über einem Jahr. Der 45 Jahre alte Arriens hatte das Amt 2013 von Patrick Kühnen übernommen, der zurückgetreten war. In der abgelaufenen Saison erreichte Arriens mit seinem Team, dem teilweise alle Spitzenspieler fehlten, das Viertelfinale.

 

Für eine Versöhnung zwischen Arriens, Verband und Kohlschreiber sei "zu viel vorgefallen", begründete Klaus die Entscheidung, die vom Verbandspräsidium einstimmig getroffen wurde. Als Nachfolger steht laut Süddeutscher Zeitung Ex-Profi Alexander Waske (39) in den Startlöchern. Er soll die Mannschaft demnach bereits gegen Frankreich anführen - mit Kohlschreiber im Kader.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0