Afrika-Cup: Halbfinalpartien stehen fest

Mit der Elfenbeinküste, Ghana, Gastgeber Äquatorialguinea und der Demokratischen Republik Kongo stehen die vier Halbfinalisten des Afrika-Cups fest.

Von Markus Schulze


Bundesligist FC Augsburg muss vorerst weiterhin ohne Rahman Baba auskommen. Der 20-jährige Verteidiger ist mit Ghana in das Halbfinale des Afrika-Cups eingezogen. Die Ghanaer setzten sich am Sonntag gegen Guinea, welches sich im Losentscheid für die KO-Runde qualifizieren konnte, mit 3:0 (2:0) durch. Christian Atsu avancierte zum Matchwinner der Partie. Der Stürmer vom FC Everton schoss seine Mannschaft mit zwei Treffern (4., 61.) in die nächste Runde. Das dritte Tor erzielte Kwesi Appiah kurz vor der Pause (44.). Die „Black Stars“ aus Ghana, die das Turnier zum fünften Mal gewinnen könnten, treffen am Donnerstag auf Äquatorialguinea.


Skandalspiel zwischen Äquatorialguinea und Tunesien


Der Gastgeber besiegte in seiner Partie am Samstag die Mannschaft aus Tunesien mit 2:1 (0:0 / 1:1) nach Verlängerung. Das Spiel wurde allerdings von einigen unschönen Szenen überschattet.


Der Ausgleich der äquatorialguinesischen Mannschaft kurz vor Abpfiff der regulären Spielzeit wurde von einer zweifelhaften Elfmeterentscheidung des Schiedsrichters Rajindraparsad Seechurn begünstigt. Javier Balboa nahm das Geschenk an und verwandelte den Strafstoß. Während der Ausführung wurde der tunesische Torwart Aymen Mathlouthimit einem Laserstrahl im Gesicht geblendet. Mit seinem zweiten Treffer in der Verlängerung wurde Balboa endgültig zum Held der heimischen Fans (102.). Nach Abpfiff der Partie kam es auf dem Platz zu Tumulten zwischen den beiden Mannschaften.

Wilfried Bony, hier rechts im Bild, hat mit seinen beiden Treffern maßgeblichen Anteil am Halbfinaleinzug der Elfenbeinküste.


von Ailura (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 at (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en) oder CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons


Makiadi träumt weiter vom Titel


Cedrick Makiadi vom SV Werder Bremen steht mit der Demokratischen Republik Kongo ebenfalls in der Runde der letzten Vier. Die Mannschaft von Trainer Jean-Florent Ibenge drehte im rein kongolesischem Duell einen 0:2-Rückstand. Am Ende hieß es 4:2 (0:0).


Nach einer torlosen ersten Halbzeit eröffneten Dore Ferebory (55.) und Thievy Guivane Bifouma Koulossa (62.) mit ihren Treffern den Torreigen. Mit dem Anschluss von Yannik Yana Bolasie startete direkt im Anschluss eine irre Aufholjagd der Demokratischen Republik (66.). Loteteka Bokila (76.), Joel Kimuaki Mpela (81.) und Dieudonné Mbokani (90.+2) drehten die Begegnung komplett und schossen ihre Mannschaft ins Halbfinale.


Dort wartet am Mittwoch die Auswahl von der Elfenbeinküste. Die Mannschaft von Hervé Renard setzte sich in ihrer Viertelfinalpartie mit 3:1 (1:0) gegen Algerien durch. Wilfried Bony brachte die Ivorer bereits in der ersten Halbzeit in Führung (26.). Die „Wüstenfüchse“ aus Algerien glichen in Person von El Aarabi Soudani kurz nach der Pause aus (51.) Der zweite Treffer von Bony (69.) und Gervinhos Tor (90.) in der Nachspielzeit sorgten dann für die endgültige Entscheidung.

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