Djokovic bleibt "Mr. Australian Open"

Der serbische Weltranglisten-Erste holt seinen fünften Titel in Melbourne und ist nun der Rekord-Sieger des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres.

Von Sebastian Koch


Am Ende ging es schnell. Sehr schnell. Fast zu schnell, für ein Finale, dass sich lange Zeit auf mitunter spektakulärem Niveau befunden hatte. Aber am Ende heißt der Sieger von "Down Under" mal wieder Novak Djokovic. Mit 7:6, 6:7, 6:3, 6:0 bezwang der 27-jährige Schützling von Boris Becker seinen schottischen Kontrahenten Andy Murray und holte sich. in seinem fünften Melbourne-Finale, den fünften Titel. So oft hatte kein anderer Spieler zuvor das Turnier gewonnen, seit dieses 1969 erstmals als "Australian Open" ausgespielt worden war.


Den Zuschauern in der legendären Rod.-Laver-Arena wurde lange Zeit ein Finale auf Augenhöhe geboten. Allein die ersten beiden Sätze dauerten 152 Minuten. Es war lange ein Spiel, das von Wendungen und Emotion geprägt war und einem Finale absolut würdig gewesen ist. Mitte des dritten Satzes verlor Murray den roten Faden völlig und ging gegen einen - vor allem im mentalen Bereich - immer stärker werdenden Djokovic letztlich unter. 

Wusste lange Zeit nicht, wohin die Reise ging - Novak Djokvic holte sich in einem über weite Strecken offenen Finale gegen Andy Murray seinen fünften Australian-Open-Titel.


Foto by: Michael Frey, [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

"Eine Ehre, hier aufschlagen zu dürfen"


Geschichtsträchtig war der Finalausgang auch für Murray. Der schottische Olympia-Sieger verlor nach 2010, 2011 und 2013 bereits sein mittlerweile viertes (!) Finale in Melbourne und muss weiter auf seinen dritten Grand-Slam-Titel warten. 


"Wir haben viel harte Arbeit in den letzten Monaten geleistet", so der 26-Jährige, der seit wenigen Monaten von Amélie Mauresmo betreut wird. Und so schwörte Murray, dass "ich wiederkommen werde." - nicht ohne zu erwähnen, dass es dann "vielleicht auch mal mit dem Titel klappen wird."


"Die Australian Open sind eines der größten Sport-Events der Welt", bemerkte ein sichtlich erleichterter und stolzer Djokovic, "und so ist es für mich jedes Jahr aufs Neue eine Ehre, hier aufschlagen zu dürfen."

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