Williams schreibt Geschichte / Traumfinale gegen Scharapowa perfekt

Unterdessen fordert Tomas Berdych Andy Murray im Halbfinale heraus.

Von Sebastian Koch


Serena Williams ist mit einem überzeugenden Sieg über Shooting-Star Madison Keys ins Finale der Australian Open 2015 eingezogen und bleibt auch nach dem Turnier die "Nummer eins" der Welt. Es ist ein historischer Finaleinzug der 33-Jährigen, die damit Chris Evert als älteste Finalspielerin in Melbourne aller Zeiten ablöst.


Sie sei "nicht mit der Erwartung" nach Melbourne gefahren, "ins Finale zu kommen.", sagte die sechsfache Turniersiegerin nach ihrem 7:6, 6:2-Erfolg im Match der Generationen. Williams benötigte dabei insgesamt neun Matchbälle, um eine eventuelle Entthronung im WTA-Ranking aus eigener Kraft abwehren zu können. Wäre Williams im Halbfinale ausgeschieden und gleichzeitig Maria Scharapowa Turniersiegerin geworden, hätte die Russin die Spitze in der Weltrangliste übernommen. Dem schob Williams einen Riegel vor.


Keys habe "mich im ersten Satz an meine Grenzen gebracht", bilanzierte Williams einen ersten Durchgang, in dem sich die Top-Favoritin in der Tat schwer tat. Ihre 19-jährige Kontrahentin spielte auf, "als habe sie nichts zu verlieren." und schnupperte auch im Tie-Break am Satzgewinn. Erst nach gewonnener Satzverlängerung fand die 18-fache Grand-Slam-Siegerin zu ihrem Spiel und konnte den zweiten Durchgang souverän für sich entscheiden.

Erleichtert und "sehr erfreut" - Serena Williams steht zum sechsten Mal im Australian-Open-Finale und bleibt die Nummer eins der Welt.


Foto by: Tourism Victoria from Australia, [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons 

Scharapowa souverän, erstes Halbfinale bei den Herren


Im Endspiel kommt es nun zur erwarteten Traum-Begegnung zwischen Williams und Scharapowa. Die Russin setzte sich im zweiten "nationalen" Halbfinale gegen Ekaterina Makarova mit 6:3, 6:2 durch und trifft damit zum bereits 19. Mal auf ihre amerikanische Dauer-Konkurrentin. Von den bisherigen 18 Matches konnte die 27-jährige Russin im Übrigen nur zwei (!) gewinnen. 


Zunächst einmal war Scharapowa aber nur "glücklich", das Finale erreicht zu haben. Ganz nach Xavier Naidoo war "der Weg bisher nicht einfach", resümierte die aus Westsibirien stammende Weltranglisten-Zweite, die in der zweiten Runde bereits zwei Matchbälle abwehren musste, den Turnierverlauf.


Makarova war von Matchbällen jedoch weit entfernt. Scharapowa dominierte das Match ab der Mitte des ersten Durchgangs und hatte letztendlich keine Probleme, ihren ersten Matchball nach 87 Minuten zu verwandeln. Das Finale beginnt am Samstag um 9.30 Uhr MEZ. 


Derweil ist in diesen Minuten das erste Halbfinale zwischen dem Schotten Andy Murray und Tomas Berdych aus Tschechien schon in vollem Gange. Der Sieger trifft im Finale am Sonntag auf den Gewinner des mit Spannung erwarteten zweiten Halbfinals zwischen Titelverteidiger Stan Wawrinka und dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic.  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0