Ronaldo ist Weltfußballer

Cristiano Ronaldo ist wie erwartet zum "Weltfußballer des Jahres 2014" gewählt worden. Manuel Neuer ging dagegen leer aus.




Von Markus Schulze


Cristiano Ronaldo ist "Weltfußballer des Jahres 2014". Manuel Neuer muss sich trotz großartiger Leistungen im vergangenen Jahr geschlagen geben. Dennoch – es war ein deutscher Abend im Kongresshaus Zürich.


Cristiano regiert weiter, Neuer nur Dritter


Mit 37,66 % aller Stimmen setzte sich Cristiano Ronaldo gegen seine Konkurrenten Lionel Messi und Manuel Neuer durch. Neuer erhielt nur 15,72 % und landete damit sogar knapp hinter dem argentinischen Zauberfloh, der 15,76 % vorweisen konnte. Wahlberechtigt waren die Kapitäne und Trainer der Nationalmannschaften sowie einige ausgewählte Journalisten. Für Ronaldo ist es nach 2008 und 2013 die dritte Auszeichnung als Weltfussballer. Damit steht der 29-jährige Portugiese nun auf einer Stufe mit Zinédine Zidane und Ronaldo Luís Nazário de Lima, kurz Ronaldo.


Neuer zeigte sich auf Twitter als fairer Verlierer: „Danke allen, die für mich gevotet haben und Glückwunsch zum Sieg, Cristiano.“


Drei Deutsche in der Weltelf


Doch ganz umsonst hatte Neuer seine lange Dienstreise aus Katar, dem Trainingslager der Bayern, nach Zürich nicht angetreten. Der deutsche Nationaltorwart wurde wenig überraschend in die FIFA-Weltauswahl berufen - immerhin ein kleiner Trostpreis. Mit Toni Kroos von Real Madrid und Bayern-Kapitän Philipp Lahm folgten ihm zwei weitere deutsche Spieler. Der Niederländer Arjen Robben stellte den dritten Akteur aus der Bundesliga in der FIFA-Weltelf.


Löw, Kellermann und Kessler – dreifacher deutscher Triumph


Joachim Löw wurde völlig verdient zum "Trainer des Jahres" gekürt. Mit seiner Mannschaft triumphierte er bei der Weltmeisterschaft in Brasilien und holte nach 24 langen Jahren des Wartens den Weltpokal wieder nach Deutschland. Löw behauptete sich gegen Carlo Ancelotti von Real Madrid und Diego Simeone vom Stadtrivalen Atletico Madrid. Beide Mannschaften standen sich im letztjährigen Champions League-Finale gegenüber. In seiner Rede bedankte sich der deutsche Coach bei allen Trainern in Deutschland. Sie alle seien ein bisschen Trainer des Jahres.


'Same procedure as last year' bei den Frauen. Der Frauenfußball ist wieder komplett in deutscher Hand. Nachdem im letzten Jahr Silvia Neid als Frauentrainerin des Jahres und Nadine Angerer als Fußballerin des Jahres ausgezeichnet worden waren, haben auch dieses Mal zwei Deutsche abgeräumt. Ralf Kellermann und Nadine Keßler, beide vom VfL Wolfsburg, wurden Frauentrainer beziehungsweise Fußballerin des Jahres. Bei den Dankesreden des Duos wurde es emotional: Beide gedachten dem kürzlich verstorbenen Junior Malanda. "Mein Herz schlägt bis zum Hals. Ich hätte nie im Leben damit gerechnet. Dennoch wird alles durch die Tragödie um Junior Malanda überschattet. Der ganze Verein ist zutiefst erschüttert“, so Keßler. Der Belgier war am vergangenen Samstag bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen.


Kellermann setzte sich gegen U20-Trainerin Maren Meinert und dem japanischen Nationalcoach Norio Sasaki durch. Nadine Keßler verwies die Brasilianerin Marta und die Amerikanerin Abby Wambach auf die weiteren Ränge.




Kommentar schreiben

Kommentare: 0