Ein Turnier für ganz Europa – UEFA gibt EM-Stadien 2020 bekannt

In Genf wird mit Spannung die Bekanntgabe der Stadien für die paneuropäische Kontinentalmeisterschaft 2020 erwartet. "Spiel, Satz und Tor" ist live vor Ort.




Aus Genf berichten Sebastian Koch und Markus Schulze


Baku, Minsk, Skopje oder doch London – wenn das UEFA-Exekutivkomitee morgen Mittag die Stadien für die erste paneuropäische Kontinentalmeisterschaft bekannt geben, hoffen auch sportliche Fußballexoten wie Aserbaidschan, Weißrussland oder Mazedonien ein Stück vom Kucken abzubekommen. Für die Austragung des Finals haben sich London und München beworben. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte im Vorfeld der Abstimmung jedoch mehrfach angekündigt auf eine Kampfkandidatur mit dem englischen FA zugunsten der Austragung der EM 2024 zu verzichten.


Turnier feiert Geburtstag in ganz Europa


Anlässlich des 60. Geburtstages des des EM-Turniers wird erstmals ein Turnier in mehr als zwei Ländern ausgetragen. Ja, sogar mehr als das: Die Turnierteilnehmer erwartet im Sommer 2020 eine Rundreise durch ganz Europa und 13 UEFA-Mitgliedstaaten. UEFA-Präsident Michel Platini stellte vor knapp zwei Jahren seinen Plan vor, die Mannschaften quer über den Kontinent, von Bilbao nach St. Petersburg und von Stockholm nach Rom, um die europäische Fußballkrone spielen zu lassen. Jedem Nationalverband stand es frei, sich für ein Turnierpaket zu bewerben. 32 Verbände bewarben sich zum ersten Stichtag im September 2013, viele zogen ihre Bewerbung anschließend jedoch wieder zurück, darunter Istanbul, Athen oder auch Basel. Letztlich reichten insgesamt 19 Länder ihre Bewerbungsunterlagen für die finale Phase ein – sechs von ihnen werden morgen leer ausgehen und vom UEFA-Exekutivkomitee, dem unter anderem DFB-Präsident Wolfgang Niersbach angehört, keine Spiele zugesagt bekommen.


Verzichtet Deutschland freiwillig aufs Finale?


Während sich ein Großteil der Bewerber für ein Paket beworben hat, welches „nur“ drei Vorrundenspiele und je ein Achtel- und Viertelfinalspiel beinhaltet, kämpfen offiziell England und Deutschland um die Austragung der Halbfinals und des Endspiels. Tatsächlich wurde in den letzten Tagen vermehrt darüber spekuliert, dass der DFB seinen Austragungsort München und den Endspiel-Zuschlag opfert. Die Engländer würden im Gegenzug eine deutsche Bewerbung zur Ausrichtung der EM 2024 unterstützen, der DFB eine Englands für die EM 2028. Offiziell ist das bisher jedoch noch nicht die deutsche Bewerbung für das EM-Finale 2020 noch nicht zurückgezogen. Sollte dies aber geschehen, verbliebe England mit dem Wembley-Stadion in London als einziger Bewerber.



Von Amsterdam bis Stockholm – die 19 Bewerberstädte für die EM 2020


Amsterdam (Niederlande) – AmsterdamArena – 52.960 Plätze    
Baku (Aserbaidschan) – Baku Olympiastadion – 68.000 Plätze      
Bilbao (Spanien) – San Mamés – 50.000 Plätze      
Brüssel (Belgien) – Neues Nationalstadion – 60.000 Plätze
Budapest (Ungarn) – Neues Nationalstadion – 65.000 Plätze        
Bukarest (Rumänien) – Arena Nationala – 55.600 Plätze   
Cardiff (Wales) – Millenium Stadium – 74.500 Plätze        
Dublin (Irland) – Aviva Stadium – 51.700 Plätze     
Glasgow (Schottland) – Hampden Park – 52.500 Plätze     
Jerusalem (Israel) – Teddy-Kollek-Stadion – 50.000 Plätze
Kopenhagen (Dänemark) – Parken – 38.076 Plätze
London (England) – Wembley-Stadion – 90.000 Plätze      
Minsk (Weißrussland) – Traktar-Stadion – 30.000 Plätze   
München (Deutschland) – Allianz Arena – 71.000 Plätze   
Rom (Italien) – Olympiastadion Rom – 72.698 Plätze        
St. Petersburg (Russland) – Gazprom-Arena – 69.501 Plätze         
Skopje (Mazedonien) – Philip-II-Arena – 36.400 Plätze      
Sofia (Bulgarien) – Wassil-Lewski-Nationalstadion – 46.340 Plätze          
Stockholm (Schweden) – Friends-Arena – 50.000 Plätze 



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