Unverständliches Abweichen von der eigens auferlegten Strategie

Der Kommentar zum vermeintlichen Transfer-Hammer der Bayern

Von Sebastian Koch


Mario Götze, Juan Bernat, Sebastian Rode oder Gianluca Gaudino - wer sich die Mannschaftsentwicklung des FC Bayern in den letzten Monaten, ja vielleicht sogar Jahren, angeschaut hat, dem dürfte der Strategiewandel des deutschen Rekordmeisters nicht entgangen sein. Junge, hungrige Spieler, am liebsten aus Deutschland (und von direkten Konkurrenten?), sollten in den Kader und die Mannschaft eingebaut werden. Vergessen schien die Zeit, in der auf alternde Stars gesetzt wurde.


Mit dem Transfer von Xabi Alonso widersprechen die Verantwortlichen jetzt ihrer erfolgreichen Strategie und machen einen eventuell folgenschweren Fehler. Alonso wird mit Stammspieler-Ansprüchen nach München kommen und potenziellen neuen jungen Stammspielern wie Rode oder Gaudino das Leben schwermachen. Dabei war doch gerade die Verletzungsmisere im Bayernmittelfeld für eben diese Spieler eine unerhoffte Chance, sich zumindest für einige Wochen in der Stammelf zu etablieren.


Die Millionen, die der Verein durch den Verkauf für Toni Kroos eingenommen hatte (insbesondere im Gehaltsbudget), wurden so in einen weitaus älteren Star verprasst. Vor diesem Hintergrund hätte Kroos gehalten werden müssen. Eine souveräne Transferpolitik schaut jedenfalls anders aus.

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Kommentare: 1
  • #1

    Michael Weber (Donnerstag, 28 August 2014 19:42)

    Wie ich Pep Guardiola und vorallem die Bayern-Führung kenne, ist dies kein Schnellschuß, sondern überlegt und im Gremium einstimmig beschlossen. Sicher, ist es auffällig, dass derzeit viele Spanier zum FCB kommen, dies liegt sicher am Trainer. In der Vergangenheit wollten Spieler dieser Klasse, aber nicht zum FCB, da hilft ein erfolgreicher und spanisch-sprechender Trainer sicher ungemein.

    Man mußte auf die Verletzungen von Bastian Schweinsteiger und Javi Martinez reagieren und da der Anspruch ist, weiter sehr erfolgreich zu sein, ist für mich dieser Transfer nachvollziehbar, zumal ich nicht finde, dass 10 Mio. für einen solchen Spieler zu viel sind.

    Ich finde es merkwürdiger für einen 27-jährigen Mehdi Benatia, Abwehrspieler, 26 Millionen Euro zu bezahlen, wo Badstuber praktisch als Neuzugang zu sehen ist.

    Aber auch hier, bin ich sicher, dass der Beschluß einstimmig war und dann muß man anerkennen, dass dort mehr Fußballsachverstand ist, als bei UNS :o)

    Wie würde Franz sagen? Schau'n mir mal.