Leverkusens "wichtigstes Spiel der Vorrunde"

Bayer Leverkusen kann im Champions-League-Qualifikationsrückspiel gegen den FC Kopenhagen den Einzug in die Gruppenphase perfekt machen.




Von Markus Schulze

 

Bayer 04 Leverkusen kann am Mttwochabend den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Champions-League perfekt machen. Nach dem 3:2-Erfolg beim FC Kopenhagen steht die Werkself bereits mit einem Bein in der nächsten Runde. Am Abend (20.45 Uhr, ZDF) gastieren die Dänen zum Rückspiel in der BayArena.

 

Leverkusen will den nächsten Schritt gehen

 

Das Hinspiel in der dänischen Hauptstadt war ein Wechselbad der Gefühle für Bayer-Trainer Roger Schmidt. Nach furiosem Beginn führte die Werkself bereits nach fünf Minuten durch einen Treffer von Stefan Kießling. Das gab der Mannschaft, insbesondere dem Defensivverbund, allerdings nicht die erhoffte Sicherheit. Zwei Standardsituation brachte Kopenhagen noch in der Anfangsviertelstunde in Front. Karim Bellarabi und Heung-Min Son drehten die Partie dann noch vor Pause zu Gunsten von Leverkusen. Erst in der zweiten Halbzeit zeigte Bayer 04 die Überlegenheit eines zukünftigen Champions-League-Teilnehmer, Tore sollten aber keine mehr fallen.

 

„Wir werden hochkonzentriert sein und wissen, dass wir uns alles erarbeiten müssen. Wir glauben sicher nicht, dass wir nach dem Hinspiel schon durch sind“, so Trainer Roger Schmidt auf der abschließenden Pressekonferenz. Dennoch – es gibt wenig Gründe daran zu zweifeln, dass Leverkusen sich nicht für die Gruppenphase qualifiziert. Mit dem Sieg und dazu drei Auswärtstoren auf der Habenseite geht die Werkself hochfavorisiert in die Partie.

 

„Das wichtigste Spiel der Vorrunde“

 

Zudem tankte Bayer am vergangenen Wochenende eine ordentliche Portion Selbstvertrauen. Am ersten Spieltag der Bundesliga wurde Meisterschaftsmitanwärter Borussia Dortmund im Signal Iduna Park mit 2:0 besiegt. Dabei war zu sehen, dass das „System Schmidt“ immer mehr greift. „Offensiv agieren und hinten sehr gut verteidigen“, so das Credo des Übungsleiters. Gegen den BVB funktionierte das beinahe fehlerfrei. Nach dem schnellsten Treffer der Bundesliga-Geschichte durch Bellarabi hatte man die Mannschaft von Jürgen Klopp im Griff und ließ nur wenige Chancen zu. Auch Sportchef Rudi Völler freute sich über den verdienten Sieg, legte den Fokus aber schon auf das „wichtigste Spiel der Vorrunde“. Dieses findet ohne Lars Bender statt, der nach seiner Muskel-Sehnen-Verletzung noch nicht ganz auf dem Level der Mannschaft ist.

 

Der FC Kopenhagen rechnet sich durchaus noch Chancen auf das Weiterkommen aus. „Wenn es uns gelingt, ein erstes Tor zu schießen und in Führung zu gehen, ist noch alles möglich“, sagte Stale Solbakken, Trainer der Dänen. Ob der Coach auf den Ex-Leverkusener setzen kann, war zum Zeitpunkt der Pressekonferenz noch ungewiss. Der Stürmer laboriert immer noch an einer Oberschenkelzerrung. Immerhin – die Mannschaft war am vergangenen Wochenende spielfrei und kommt somit ausgeruht zum Rückspiel nach Leverkusen.

 

 

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