Medien: Xavi verlässt Barcelona

Nach Berichten einer spanischen Zeitung endet in Barcelona die Ära Xavi Hernandez.

 

 

Von Sebastian Koch

 

Nach 23 Jahren und 22 Titeln gehen der FC Barcelona und sein langjähriger Mittelfeldstratege Xavi nach dieser Saison getrennte Wege. Das berichtet die renommierte spanische Sportzeitung "El Mundo Deportivo". Ob der 34 Jahre alte Weltmeister von 2010 seine Karriere womöglich in Katar fortsetzen oder ganz beenden wird, ist demnach noch nicht klar.

 

Barce-Vertdiger Dani Alves zeigte sich in einer ersten Rektion geschockt. "Das kann ich nicht glauben. Xavi ist Barças Symbol. Das kann nicht sein.", wird der brasilianische WM-Teilnehmer in der Sportzeitung "AS" am Freitag zitiert, und weiter: "Wenn es wirklich stimmen sollte, kann ich das nicht verstehen."

 

Die Katalanen kündigten nach einer titellosen Saison einen personellen Umbruch an. Trainer Gerardo Martinez trat nach dem letzten Spieltag zurück und wird ab dem 1. Juli durch Ex-Profi Luis Enrique ersetzt werden. Mit dem kroatischen Nationalspieler und Ex-Schalker Ivan Rakitic verpflichtete Barcelona vor wenigen Tagen einen legitimen Nachfolger für Xavi.

 

Drei Champions-League-Siege und sieben Meisterschaften


Mit dem Abgang des langjährigen Spielführers endet im 'Camp Nou' die erfolgreichste Spieler-Ära der Vereinsgeschichte. Seit seinem ersten Liga-Einsatz in der Saison 1998/99 bestritt der Katalne insgesamt 474 Spiele für Barca und erzielte 57 Treffer. Dazu kommen weitere Spiele in Champions League, Pokal und Klub-Weltmeisterschaften.

 

Xavi gewann zwischen 1999 und 2013 unter anderem sieben nationale Meisterschaften, zweimal den spanischen Pokal, sowie dreimal die Champions League. Hinzu kommen Titel bei drei Klub-Weltmeisterschaften, im Superpokal und im UEFA-Supercup. In der abgelaufenen Saison löste er Raul (Real Madrid/Schalke 04) als Spieler mit den meiste gewonnen Champions-League-Spielen der Geschichte ab (83 Siege).

 

Weltmeister, Europameister und Tiki-Taka

 

Sehr wahrscheinlich ist auch, dass mit dem eventuellen Wechsel nach Katar die Nationalmannschafts-Karriere Xavis nach 14 Jahren und mit dem WM-Debakel in Brasilien enden wird. Auch im National-Dress stand Xavi wie kein Zweiter für die erfolgreiche goldene Generation der letzten Jahre und prägte den "Tiki-Taka"-Stil der "Furia Roja".

 

Seit seinem Debüt am 15. November 2000 gegen die Niederlande absolvierte Xavi 135 Länderspiele - nur Real-Torwart Iker Casillas machte mehr Auswahlspiele (156). Als Mittelfeldregisseur führte Xavi Spanien zu den Europameistertiteln 2008 und 2012, sowie zur Weltmeisterschaft 2010. Zuletzt wurde der Mittelfeld-Spieler für das spanische Desaster bei der laufenden Endrunde stark kritisiert.

 

 

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