Sportliche Aspekte sollten den Ausschlag geben

Der Kommentar zur Lizenzerteilung für RB Leipzig.

 

 

Von Sebastian Koch

 

Durch die Lizenzerteilung der Deutschen Fußball Liga für RB Leipzig ist der Weg für den österreichischen Brausekonzern Red Bull in die höchsten deutschen Spielklassen frei. Das Projekt sollten wir bei aller Kritik jedoch als Gesamtbild mit all seinen Stärken und Schwächen betrachten.

 

Natürlich ist es nicht schön, wenn ein finanzstarker Konzern einen Verein von Aufstieg zu Aufstieg "kauft". Und natürlich kann man propagieren, dass RB Leipzig einem Traditionsverein wie beispielsweise Dynamo Dresden den Startplatz in der Zweiten Liga "wegnimmt". Letztlich ist aber besonders letzterer Punkt Blödsinn. Die Leistungen, die Spieler und Trainer als Aufsteiger in der abgelaufenen Drittligasaison zeigten, waren nun einmal so stark, dass der Aufstieg eine verdiente und gerechte Folge war. Genauso wie der Abstieg von Dresden gerecht gewesen ist.

 

Die von Fans so geliebte "50+1"-Regel, die das Red-Bull-Projekt stoppen sollte, existiert nur noch auf dem Papier. Bayern, Schalke, Leverkusen und Wolfsburg umgehen die Regelung seit Jahren und werden von großen Konzernen wie Audi, Gazprom, Bayer oder VW dabei finanziell unterstützt und gefördert. Die Dortmunder Borussia repräsentiert als Aktienkonzern ebenfalls nicht das Idealbild eines rein sportlichen Unternehmens. Warum also Leipzig für ein Vergehen bestrafen, dass in der Spitze des Fußballs seit Jahren gang und gäbe ist?

 

Letztendlich sollten doch sportliche Werte den Ausschlag geben. Denn nur dadurch kann dem "Wirtschaftszweig Fußball" noch ein letzter Funke "Sportlichkeit" erhalten bleiben. Und Leipzig hat auf Grund der gezeigten Leistungen den Aufstieg allemal verdient.

 

 

 

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