Dortmund quasi raus / Bayern zittert

Die Viertelfinalhinspiele der Champions League liefen für die letzten beiden deutschen verbliebenen Vereine enttäuschend.

 

 

Von Sebastian Koch

 

Nein, so hatten sich die Verantwortlichen von Bayern München und Borussia Dortmund und zahlreiche Fans die Fußballabende unter der Woche sicher nicht vorgestellt. Zwei Spiele, kein Sieg, ein Remis - das ist die magere deutsche Bilanz der Viertelfinalhinspiele in der Champions League.

 

Bayerns Schlendrian?

 

Gut, die Bayern dürften mit einem ähnlichen Auftritt wie am Dienstag nach menschlichem Ermessen kommende Woche kein Problem damit haben, den englischen Traditionsverein Manchester United nach dem 1:1-Unentschieden im altehrwürdigen 'Old Trafford' auszuschalten. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in Bastian Schweinsteiger, der den einzigen Treffer der Münchner in Manchester erzielte, und Javi Martinez beide "Sechser" wegen einer Sperre fehlen werden. Sollten die Bayern ihre Chancen nutzen, dürfte für das Team um Wayne Rooney in der bayerischen Landeshauptstadt wenig bis gar nichts zu holen sein.

 

Und dennoch stimmte der Auftritt des Titelverteidigers am 1. April nachdenklich: Nach dem 3:3-Remis am Samstag gegen Hoffenheim verpassten die Bayern im zweiten Spiel in Folge einen Sieg. Für Münchner Verhältnisse ist das eine handfeste Krise und wirft Fragen auf: Schleicht sich nach der frühzeitigen Meisterschaft womöglich tatsächlich jener Schlendrian ein, vor dem Sport-Vorstand Matthias Sammer gefühlt jeden zweiten Tag warnt? Schlagen sich die Bayern womöglich doch noch selbst?

 

Die Bayern müssen in den nächsten beiden Spielen gegen Augsburg (Samstag) und Manchester (Mittwoch) nun jene kritischen Fragen widerlegen. Ansonsten beginnt im Rückspiel gegen Manchester vielleicht doch noch das große Zittern...

 

Dortmund (fast) chancenlos im Rückspiel


Das beginnt bei Borussia Dortmund wohl nicht mehr. Der Vorjahresfinalist ist nach einer in der Höhe völlig verdienten 0:3-Niederlage im 'Estadio Santiago Bernabeu' in Madrid im Rückspiel gegen Real wohl chancenlos. Bereits nach drei Minuten traf Gareth Bale nach einer tollen Kombination die Westfalen mit dem Führungstreffer mitten ins Herz und ließ wohl auch manchen Fan in Gelsenkirchen auf eine ähnliche Schmach hoffen, wie sie die Schalker beim 1:6 (allerdings in der heimischen Arena) gegen Real hatten erleiden müssen. Ganz so schlimm kam es nicht, was vor allem an Schlussmann Roman Weidenfeller lag, der mehrfach glänzend parierte.

 

Dem Dortmunder Offensivspiel war das Fehlen von Stürmer-Star Robert Lewandowski, der gegen Zenit St. Petersburg eine unberechtigte gelbe Karte gesehen hatte, anzumerken. Kamen die Schwarz-Gelben mal gefährlich vor das von Iker Casillas gehütete Tor, so vergaben Marco Reus, Pierre-Emeick Aubameyang & Co. die Chancen kläglich. Gleichzeitig sorgten Isco und Cristiano Ronaldo, der mit seinem 14. Saisontreffer die Bestmarken von Lionel Messi (2011/12) und José Altafini (1962/63) einstellte, für den Endstand und den fast sicheren Halbfinaleizug.

 

 

 

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