Kiefer kritisiert Davis-Cup-Quartett erneut

Der ehemalige Weltklasse-Spieler Nicolas Kiefer hat nach der Absagenflut für das Davis-Cup-Viertelfinale gegen Frankreich erneut harte Kritik an Tommy Haas & Co. geübt und sieht gleichzeitig die Zeit für einen Neuanfang gekommen.

 

Von Sebastian Koch

 

Wieder einmal ist es der ehemalige Weltranglisten-Vierte Nicolas Kiefer, der nach den Absagen von Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer und Daniel Brands für das Davis-Cup-Spiel in Nancy (4. bis 6. April) ein Umdenken im Deutschen Tennis Bund (DTB) fordert und das Ende der Ära von Haas & Co. einläuten will. Bereits nach dem Skandal-Spiel gegen Spanien stand der 37-jährige Niedersachse an der Spitze der Kritiker seiner ehemaligen Teamkollegen. Auch jetzt zeigt Kiefer in seiner Kolumne bei ran.de eine klare Meinung und geht besonders mit den Spitzenspielern Haas und Kohlschreiber hart ins Gericht.

 

"Wenn an der Absagenflut [...] etwas gut ist, dann [...], dass Teamchef Carsten Arriens jetzt auf junge, ehrgeizige deutsche Spieler setzen muss.", wird Kiefer auf "ran.de" zitiert und stellt gleichzeitig die These auf, dass es bei den 'Oldies' im Team ein Motivationsproblem für die Nationalmannschaft gäbe. Demnach sei die Absage von Mayer, der auf Grund einer Schambeinentzündung nicht antreten kann, zwar nachvollziehbar, die Kohlschreibers (Ellenbogen-Probleme) jedoch "fragwürdig".

 

Arriens muss Generationswechsel nachhaltig vollziehen


Team-Kapitän Arriens legt Kiefer in seiner Kolummne einen Generationswechsel ans Herz, der über das Frankreich-Spiel hinaus Bestand haben muss. Ein Generationswechsel, der "schon vor einem Jahr (hätte) stattfinden müssen". Im Speziellen verweist der Australian-Open-Halbfinalist von 2006 dabei auf Haas (35 Jahre) und den fünf Jahre jüngeren Kohlschreiber. 

 

Wir dürfen gespannt sein, ob die erneut scharfe Kritik Kiefers an den Top-Spielern des DTBs beim Verband und den verantwortlichen Personen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Tatsache ist, dass sich das deutsche Davis-Cup-Team durch die Personalquerelen wohl eine starke Saison selbst kaputtmacht. Nicht der Sieg über Spanien bestimmte monatelang die Berichterstattung, sondern das fragwürdige Verhalten der eigentlichen Aushängeschilder Haas, Kohlschreiber und Mayer. Leider.

 

 

 

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