BVB zu Gast im kalten Sankt Petersburg

Zu ungewohnter Zeit startet für den BVB heute das Abenteuer Achtelfinale in der UEFA Champions League. Bereits um 18 Uhr gastierten die Schwarz-Gelben bei Zenit St. Petersburg.

 

Von Markus Schulze

 

Hauptthema der gestrigen Pressekonferenz war ausnahmsweise mal nicht die personelle Situation der Dortmunder, wobei es dazu Grund genug gäbe. Robert Lewandowski schleppt noch eine Grippe mit sich herum, Sven Bender fällt nach einer Schambeinentzündung für mindestens zehn Wochen aus und auch bei Mats Hummels steht noch nicht fest, ob er spielen kann. Das Geschehen im Medienzentrum bestimmte der russische Dolmetscher, der gestern mit Sicherheit keine Glanzleistung ablieferte. Ständig unterbrach er BVB-Coach Jürgen Klopp bei dessen Ausführungen. Noch schlimmer – Spielernamen, sowie deren Positionen waren absolut fremd für ihn. Klopp nahm es dennoch mit Humor: „Wir sind besser vorbereitet als der Dolmetscher.“

 

Besser ist es, denn nach dem blamablen 0:3 beim Kellerkind aus Hamburg bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung, um in Russland zu bestehen. In einer starken Gruppe setzten sich die Dortmunder letztendlich vor Arsenal London, SSC Neapel und Olympique Marseille als Gruppensieger durch. Ähnlich wie im letzten Jahr, wartet nun einen Mannschaft aus dem kalten Osten. Damals setzte sich die Borussia gegen Shakhtar Donetzk durch. Wohin der weitere Weg führte, ist allseits bekannt.

 

Auch der FC Zenit St. Petersburg spielte sich in einer anspruchsvollen Gruppe eine Runde weiter. Mit dem FC Porto konnte man sogar eine international angesehene Mannschaft in die Europa League verweisen. Bekannteste Namen in Reihen der Russen dürften Axel Witsel und Hulk sein. Für den Brasilianer legte St. Petersburg im Sommer 2012 sage und schreibe 55 Millionen Euro auf den Tisch. Möglich sind diese Transferaktivitäten nur auf Grund der finanziellen Unterstützung des russischen Erdgasförderunternehmen Gazprom.

 

In Russland pausiert der Spielbetrieb derzeit. Die Rückrunde in der Premier Liga beginnt erst wieder am 8. März. Doch damit hat die Mannschaft von Trainer Luciano Spaletti bereits im letzten Jahr Erfahrung sammeln können und das sogar erfolgreich. Damals schaltete man den FC Liverpool in der Zwischenrunde der Europa League aus. Dietmar Beiersdorfer, ehemals beim Hamburger SV, nun Sportdirektor bei den reichen Russen, sieht seine Mannschaft dennoch als Underdog. „Der Papierform nach sind die Dortmunder eindeutig favorisiert“, so Beiersdorfer im „Kicker.“

 

 

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