Leverkusen geht gegen Paris unter

Für die Elf von Trainer Sami Hyypiä ist die Königsklassen-Saison nach dem 0:4-Heimdebakel schon vor dem Rückspiel gelaufen.

 

Von Sebastian Koch

 

Bayer Leverkusen und die ganz großen Gegner - es soll einfach nicht sein. Nachdem sich die Werkself bereits in der Gruppenphase zu Hause gegen Manchester United bis auf die Knochen blamierte (0:5), setzte es auch im gestrigen Achtelfinalheimspiel gegen Paris Saint-Germain eine mehr als deutliche Niederlage, die das Aus für Bayer bedeuten dürfte. Maßgeblichen Anteil am Sieg der Franzosen hatte wieder einmal Superstar Zlatan Ibrahimovic.

 

Lupenreiner Fehlstart für Bayer

 

Dabei hatte sich das Team von Trainer Sami Hyypiä doch so viel vorgenommen und wollte im "Konzert der Großen" endlich gegen jene Schwergewichte des europäischen Vereinsfußball auch einmal groß aufspielen. Doch die 90 Minuten entwickelten sich für Leverkusen mal wieder zu einem Albtraum und einem Spießroutenlauf zwischen Schadensbegrenzung und eigener Offensive. 

 

Das Spiel hatte noch gar nicht richtig begonnen, da stand es bereits 1:0 für die Göste aus Paris. Bereits nach zweieinhalb Minuten wurde die noch unsortierte Abwehr der Rheinländer kalt erwischt und musste nach dem Linksschuss von Blaise Matuidi das erste Gegentor hinnehmen.

 

Leverkusen bemüht, Ibrahimovic trocken

 

In der Folge konnte Leverkusen Paris zunöchst vom eigenen Tor weghalten, ohne sich dabei aber selbst eigene Chancen erarbeiten zu können. Der französische Meister verwaltete früh die eigene Führung und hatte Ball und Gegner zu jeder Zeit im Griff. Auch, wenn Bayern zeitweise mehr Ballbesitz hatte, so entstand dennoch das Gefühl, dass für Stefan Kießling & Co. an diesem Abend nichts zu holen sein würde. 

 

Dieses Gefühl wurde kurz vor der Pause zur Gewissheit. Zunächst wurde Ezequiel Lavezzi von Emir Spahic im Strafraum zu Fall gebracht, dann schlug Ibrahimovic nur drei Minuten nach seinem verwandelten Elfmeter zum zweiten Mal zu (42.). Von der linken Strafraumgrenze zog der Schwede trocken ab und versenkte den Ball im rechten oberen Winkel. Torwart Bernd Leno war dabei chancenlos, Ibrahimovic erweiterte indes seine "Traumtor-Sammlung" um eine weitere Attraktion.

 

Paris ohne Probleme, Spahic fehlt im Rückspiel

 

Mit dem Doopelschlag vor der Pause war selbst den größten Optimisten in der BayArena klar, dass auch nach dem Seitenwechsel keine große Wende mehr zu erwarten war. Ganz im Gegenteil: Spahic wurde kurz nach Wiederanpfiff nach einem Ellbogenschlag gegen Lucas völlig zu Recht mit gelb/rot des Feldes verwiesen (58.).

 

In Unterzahl und mit einem 0:3-Rückstand konzentrierte sich Leverkusen in der kompletten zweiten Halbzeit auf Schadensbegrenzung. Saint-Germain kam in einem schwachen Champions-League-Spiel vereinzelt zu weiteren Chancen, scheiterte aber an Leno oder dem Schiedsrichter-Gepann um den Ungar Victor Kassai, der ein Tor von Lavezzi nach 65 Minute wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte.

 

Zwei Minuten schlug es dann doch noch einmal hinter Leno ein. Nach einem Traumspielzug versenkte Yohan Cabaye das Leder unter die Latte und machte ein erneutes Heimdebakel für Leverkusen perfekt.

 

 

 

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