Leverkusen "muss ans Limit gehen"

Am ersten Champions-League-Viertelfinaltag trifft Bayer Leverkusen zu Hause auf Paris Saint-Germain mit Superstar Zlatan Ibrahimovic. Vor dem Schweden hat Coach Hyypiä Respekt, sieht die Chancen seiner Mannschaft aber keineswegs aussichtslos.

 

Von Sebastian Koch

 

Zum wohl denkbar schlechtesten Zeitpunkt empfängt Bayer Leverkusen am Abend den französischen Meister Paris Saint-Germain. Nach dem peinlichen Pokalaus gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern (0:1) vor einer Woche, folgte letzten Samstag eine unglückliche 1:2-Heimniederlage im Spitzenspiel gegen Schalke 04. Kein Zweifel: Die Werkself befindet sich nach fünf Pleiten in den letzten sieben Pflichtspielen in der ersten Krise unter der Regie von Trainernovize Sami Hyypiä. Und jetzt auch Paris mit Zlatan Ibrahimovic. Es gibt leichtere Aufbaugegner...

 

"Er ist jederzeit in der Lage, ein Tor zu machen"


Einzig auf Ibrahimovic darf man den neureichen französischen Traditionsklub allerdings reduzieren. Auch die Superstars Edinson Cavani, Thiago Silva oder Ezequiel Lavezzi haben maßgeblichen Anteil daran, dass der dreimalige Meister auch in diesem Jahr die Ligue 1 souverän anführt. Und dennoch, der extravagante Schwede sticht nicht nur mit flotten Sprüchen aus der Mannschaft hervor, sondern auch mit Leistungen. Dementsprechend konzentriert muss die zuletzt oft wacklige Leverkusener Defensive ab 20.45 Uhr zu Werke gehen. 

 

Das weiß auch Hyypiä, der Ibrahimovic als den vielleicht besten Stürmer der Welt bezeichnete. Der aktuelle Torschützenkönig Frankreichs sei "jederzeit in der Lage, ein Tor zu schießen." Und das auch noch "aus dem Nichts".

 

Hyypiä sieht die Chancen für seine Mannschaft allerdings keineswegs auswegslos. "Wir müssen mental und körperlich ans Limit gehen", gab er die Richtung für die Mannschaft vor und gleichzeitig zu verstehen: "Wenn wir so wie gegen Schalke spielen, haben wir auch gegen Paris eine Chance." Allerdings müsse Leverkusen "effektiver spielen, sonst stehen wir mit leeren Händen da."

 

"Wir sind der Herausforderer"


Auch Bayer-Kapitän Simon Rolfes sieht Bayer nicht chancenlos im Duell mit dem neureichen Club aus dem Westen Paris`. Dennoch wies der 26-malige Nationalspieler die Favoritenrolle klar von sich und stellte auf der Pressekonferenz am Montag klar: "Wir sind der Herausforderer."

 

Paris-Coach Laurent Blanc warnte indes seine Mannschaft vor gefährlichen Freistößen und Kontern Leverkusens. "Wie alle deutschen Teams sind die Leverkusener sehr athletisch und bei Standards stark. Zudem müssen wir aufpassen, dass sie nicht ihre gefährlichen Konter spielen können“,

 

Paris klarer Favorit

 

Zwei Mannschaften, zwei Trainer, zwei Meinungen - der Favorit ist das jeweils andere Team. Doch seien wir mal ehrlich: Paris ist in diesem Achtelfinale turmhoher Favorit. Leverkusens einziger Trumpf könnte sein, dass die Mannschaft ohne Druck aufspielen kann. Ob das gegen Ibrahimovic & Cp. allerdings reichen wird, ist fraglich.

 

Im zweiten Spiel des Tages empfängt Manchester City den FC Barcelona.

 

 

 

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