Tag 3: Maria Höfl-Riesch zum dritten Mal Olympiasiegerin - Dreifach-Gold für die Niederlande

 

Besser hätte der Start in die neue Woche für das deutsche Olympia-Team nicht sein können. In der Super-Kombination der Frauen sicherte sich die Garmisch-Partenkirchenerin Maria Höfl-Riesch Platz eins und somit die zweite Goldmedaille für Deutschland. Bei den Eisschnellläufern gab es zum bereits zweiten Mal ein rein niederländisches Siegerpodest zu bestaunen. Biathlet Simon Schempp verpasste eine Medaille hingegen äußerst knapp.

 

Von Jan Geißler

 

Das zweite Gold für Deutschland bei den 22. Olympischen Winterspielen war gleichzeitig das dritte Olympia-Gold für Maria Höfl-Riesch insgesamt. Wie auch schon in Vancouver vor vier Jahren konnte die 29-Jährige die Super-Kombination der Frauen für sich entscheiden. Dabei war vor allem die gute Slalomfahrt entscheidend. Hatte sie nach absolvierter Abfahrt noch auf Platz sechs gelegen, gelang ihr im Slalom ein fehlerfreier Lauf, der letztendlich zur Titelverteidigung reichte.

"Ich bin fix und fertig. Das ist ein so überwältigendes Gefühl, das schönste, das man als Sportler erleben kann, hier die Goldmedaille zu gewinnen, gleich im ersten Wettbewerb", gestand Höfl-Riesch nach ihrem Triumph. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Österreicherin Nicole Hosp sowie Julia Mancuso aus den USA.

 

Ebenfalls das dritte Olympiagold gab es für den kanadischen Shorttracker Charles Hamelin zu bejubeln. Im ersten Wettkampf im Shorttrack setzte sich der 29-Jährige Doppelolympiasieger von Vancouver im Finale über die 1500-Meter-Distanz in 2:14,985 Minuten vor dem Chinesen Han Tianyu und Wiktor Ahn aus Russland durch. Mit Robert Seifert war der einzige deutsche Starter bereits im Vorlauf ausgeschieden.

 

Bei den Eisschnellläufern gehen die niederländischen Festspiele weiter. Am dritten Wettkampftag fuhren die Oranjes die Medaillen Nummer fünf, sechs und sieben ein. Michel Mulder gewann über 500 Meter die erste Goldmedaille überhaupt für die Niederlande über diese Distanz. Am Ende trennte ihn in der "Adler Arena" gerade einmal 1/100-Sekunde von seinem Landsmann Jan Smeekens. Platz drei ging an Michels Zwillingsbruder Ronald, der somit den Dreifach-Erfolg perfekt machte.

 

Im Anschluss waren die Biathleten an der Reihe. Und fast wäre den Deutschen - oder zumindest in Simon Schempp einem des deutschen Quartetts - die Revanche für den verpatzen Auftakt im Sprint gelungen. Bis zum letzten Schuss war er auf Podestkurs und hatte bereits 19 seiner 20 Schuss getroffen, ehe der letzte um wenige Millimeter vorbeiging. Er musste in die Strafrunde und landete letztendlich auf einem immernoch starken sechsten Platz. Den Olympiasieg sicherte sich der französische Topstar Martin Fourcade vor Ondrei Moravec aus Tschechien und seinem Landsmann Guillaume Beatrix. Der Sprint-Sieger Ole-Einar Björndalen musste sich um Haaresbreite mit Platz vier begnügen.

 

Derzeit läuft noch das Finale der Freestyler auf der Buckelpiste. Dieses Ergebnis ist später auf unserer Facebook-Seite nachzulesen.

 

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