RB Leipzig: Lizenzprobleme im Aufstiegsfall

Der Retortenklub aus Sachsen ist wohl nicht nur vielen Fans ein Dorn im Auge. Die DFL stellte eine Lizenerteilung für die Zweite Bundesliga auf Grund der "50+1-Regel" in Frage.

 

(seko). Bangen in Leipzig: Trotz der sportlich guten Saison, die am Ende im sportlichen Zweitligaaufstieg enden könnte, droht dem Retortenklub Ärger von der Deutschen Fußballliga (DFL). Auf einem Fankongress in Berlin distanzierte sich DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig von den Sachsen und stellte eine Lizenzerteilung für die Zweite Bundesliga auf Grund des offensichtlichen Verstoßes gegen die "50+1-Regel" infrage.

 

"Wir stehen klar für die 50+1-Regel. Hier hat die DFL mit den Fans keinen Dissens", betonte Rettig in Berlin. Der 51-Jährige hieß alle Sponsoren und Investoren im Profifußball willkommen, diese müssen sich aber "an die Spielregeln halten".

 

Ableger von RedBull sorgt für Furore in der dritten Liga

 

RasenBallsport Leipzig, wie der Klub offiziell heißt, wird von "RedBull" finanziell unterstützt und ist Teil der sportlichen PR-Kampagne des österreichischen Getränkekonzerns um Milliardär Dietrich Mateschitz. Im Zuge der "50+1-Regel" dürfen jedoch nicht mehr als 50% eines Klubs in der Hand eines Investors sein, was bei Leipzig derzeit der Fall ist.

 

Mit Finanzspritzen hat sich RB Leipzig seit 2009 von der fünftklassigen Oberliga bis in die Spitzengruppe der Dritten Liga gespielt und klopft an das Tor zur Zweiten Bundesliga. Die zwei höchsten Ligen im deutschen Profifußball stehen nicht unter Aufsicht des DFBs, sondern der DFL. Hier könnte der sportliche Aufstieg der Sachsen, zumindest vorläufig, ein jähes Ende finden.  

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0