Federer, Murray und Scharapova siegen bei angenehmen Temperaturen

Zum Abschluss der dritten Runde sind die Temperaturen in Melbourne auf ein angenehmes Niveau gesunken. Bis auf Caroline Wozniacki und Milos Raonic haben dann auch alle Favoriten das Achtelfinale erreicht.  

 

Von Sebastian Koch

 

Endlich Abkühlung - zum Abschluss der dritten Runde waren nicht mehr die hohen Temperarturen das Top-Thema in Melbourne, es stand endlich der Sport im Mittelpunkt. Bei angenehmen 20 bis 25 Grad Celsius spielte sich vor allem Roger Federer in den Mittelpunkt und steht ohne Satzverl,ust im Achtelfinale - dort kommt es zu einem Klassiker.

 

"Ich bin sehr zufrieden"

Der 32-Jährige zeigte sich beim völlig ungefährdeten 6:2, 6:2, 6:3 - Erfolg gegen den überforderten Russen Teimuraz Gabashvili bestens aufgelegt und lässt so seine zahlreichen Fans mehr denn je auf ein besseres Jahr als 2013 hoffen. Auch Federer selbst zeigte sich nach dem Achtelfinaleinzug zufrieden mit dem Turnierverlauf.

 

Allerdings, das muss gesagt werden, hatte der Rekord-Grand-Slam-Sieger bisher nun auch nicht die allerschwersten Gegner: Gabashvili, Blaz Kavcic und James Duckworth waren Gegner, die in ihrer bisherigen Karriere auf höchstem Niveau noch nicht allzu viel von sich haben hören lassen und eher Brancheninsidern bekannt waren. Das ändert sich im Achtelfinale schlagartig - dort trifft der "Maestro" auf Jo-Wilfried Tsonga.

 

Federer gegen Tsonga - das ewige Duell

 

Mit dem Franzosen hat Federer nach einigen hochklassigen Matches in den letzten Jahren noch die ein oder andere Rechnung offen. So ist das Wimbledon-Viertelfinalspiel 2011 unvergessen, als der Franzose trotz eines 0:2-Satzrückstandes letztendlich die Oberhand behielt und dem Schweizer seine erste Grand-Slam-Niederlage nach einer solchen Führung zufügte. 2013 demütigte Tsonga Federer im Viertelfinale von Paris mit einem 3:0-Satzsieg.

 

Allerdings hat auch Tsonga, der durch einen 7:6, 6:4, 6:2 - Erfolg im französischen Duell gegen Gilles Simon ins Achtelfinale eingezogen ist, noch eine Rechnung mit Federer zu begleichen und die dürfte in Bezug auf das bevorstehende Achtelfinale von enormer Bedeutung sein: 2010 schlug Federer Tsonga im Halbfinale von Melbourne und vermasselte dem Franzosen damit den Einzug in sein erstes Grand-Slam-Finale.

 

Federer gegen Tsonga - es ist so etwas wie das "ewige Duell", das jedoch immer im Schatten der großen Duelle (Federer-Nadal, Nadal-Djokovic, Djokovic-Federer) gestanden hat. Warum eigentlich? Uns erwartet in der Runde der letzten 16 wohl der erste richtige Kracher bei den Australian Open 2014.

 

Auch Murray, Nadal und Scharapova ohne Probleme - Wozniacki raus

 

Auf der Suche nach Überraschungen, die in diesem Jahr so rar ausfallen, wurden wir in der dritten Runde endlich fündig. Nachdem sich bereits in dr zweiten Runde der hochgehandelte Argentinier Juan del Potro verabschieden musste, erwischte es heute auch Milos Raonic und die ehemalige dänische Weltraglisten-Erste Caroline Wozniacki.

 

Die 23-Jährige, 67 Wochen an der Spitze des WTA-Rankings, musste sich der ungesetzten und weitgehend unbekannten Garbine Muguruza geschlagen geben. Gegen die Spanierin verlor Wozniacki 6:4, 5:7, 3:6 und muss somit weiter auf ihren großen Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier warten. Ausgeschieden ist auch der Kanadier Raonic, der sich Grigor Dimitrov in vier Sätzen geschlagen geben musste.

 

Dagegen sind Andy Murray und Rafael Nadal problemlos ins Achtelfinale eingezogen. Der Schotte, Vierter der Setzliste, ließ Berrer-Bezwinger Feliciano Lopez aus Spanien beim 7:6, 6:4, 6:2 - Erfolg keine Chance und hat mit dem Franzosen Stephane Robert nun ebenfalls eine mehr als lösbare Aufgabe vor der Brust. Im Viertelfinale würde dann Federer oder Tsonga auf den Wimbledon-Sieger warten.

 

Nadal legte eine Galavorstellung hin und schoss Gael Monfils bei seinem 6:1, 6:2, 6:3 - Erfolg geradezu aus dem Turnier. Der Mallorquiner trifft nun auf Kei Nishikori. Der Japaner besiegte Donald Young aus den USA.

 

Im Achtelfinale steht auch Maria Scharapova. Die 27-jährige Russin ließ Alize Cornet aus Frankreich keine Chance und trifft nach dem 6:1, 7:6 - Erfolg jetzt auf die Slowakin Dominika Cibulkova, die sich in zwei Sätzen gegen Carla Suarez Navarro durchsetzen konnte. Auch Sloane Stephens, Viktoria Asarenka, Agnieszka Radwanska und Jelena Jankovic lösten das Achtelfinalticket.

 

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