"Solange wir uns outen müssen, sind wir nicht frei" - Reaktionen auf Hitzlspergers Coming-Out

Thomas Hitzlsperger hat mit seinem Bekenntnis zur Homosexualität für reichlich Wirbel gesorgt. Dabei bekam der ehemalige Profifußballer vor allem Zuspruch und Anerkennung über die sozialen Netzwerke Twitter und Facebook.

 

"Thomas Hitzlsperger war zu seiner Zeit als Nationalspieler immer ein Vorbild, vor dem ich den höchsten Respekt hatte - und dieser Respekt ist jetzt noch weiter gewachsen. Er hat sich entschieden, den Schritt in die Öffentlichkeit zu gehen, und ich stehe zu unserem Wort, dass er von uns jede erdenkliche Unterstützung bekommt." (Wolfgang Niersbach, DFB-Präsident)

 

"Hitzlsperger bekommt jede erdenkliche Unterstützung" (Das DFB-Team über seinen offiziellen Twitter-Account)

 

"Homosexualität wird erst dann normal sein, wenn sie normal behandelt wird. Im Grunde machen wir also alles genau... falsch." ("Der Halbheld" über Twitter)

 

Das war ein sehr mutiger Schritt von Thomas, der größten Respekt verdient. Er wird sich sehr viele Gedanken darüber gemacht haben, es ist seine Entscheidung und die gilt es zu respektieren" (Fredi Bobic, Manager des VfB Stuttgart, für den Hitzlsperger zwischen 2005 und 2010 insgesamt 125 Bundesligaspiele absolvierte)

 

"Das Verhalten von Thomas Hitzlsperger verdient höchsten Respekt. Ich hoffe, dass es dazu beiträgt,  inssesamt mit dem Thema Homosexualität im Männerfußball toleranter und offener umzugehen. Toleranz sollte in allen Bereichen der Gesellschaft gelebt werden." (Silvia Neid, Bundestrainerin der Frauennationalmannschaft)

 

"Wir leben in einem Land, in dem niemand Angst haben sollte, seine Sexualität zu bekennen aus Angst vor Intoleranz" (Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung)

 

"Ein großes Vorbild für viele andere schwule Fußballer. Alles Gute!" (Mario Rössel auf der inoffiziellen Facebook-Seite Hitzlspergers)

 

"Als erster prominenter Fußballer hat sich der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Ich kann nur erahnen, wie schwierig dieser Schritt für ihn gewesen sein muss. Respekt!!! In vielen Bereichen unserer Gesellschaft spielt die Frage, wer mit wem wie lebt, zum Glück ja schon keine Rolle mehr. Ich hoffe, der Fußball gehört demnächst auch dazu. Und auch alle anderen Bereiche mit einem antiquierten Männlichkeitsbild." (Gregor Gysi, Oppositionsführer und Fraktionsvorsitzender der Partei "De Linke")

 

"Das ist ein gutes Signal. Jeder weiß, dass es auch im Spitzensport Schwule und Lesben gibt. Von daher verdient Thomas Hitzlspergers Coming Out unseren großen Respekt. Es ist für ihn sicher keine leichte Entscheidung gewesen" (Michael Vesper, DOSB-Generaldirektor)

 

"Gut, daß #Hitzlsperger sich geoutet hat. Aber es steht zu befürchten, daß sich ebenso wenig im Fußball ändert wie nach dem Tod Robert Enkes." (Kurt Saar-Schnitt über Twitter)

 

"Eier, wir brauchen Eier!!! Einer hat sie!!! Respekt Thomas Hitzlsperger ! Bekenntnis zur Homosexualität!" (Torben Hoffmann, ehemaliger Fußballprofi, jetzt Moderator bei Sky)

 

"Danke für deinen Mut. Da "verzeiht" man gerne die unglückliche Wahl deiner Vereine." (Joseph Déjacque auf der inoffiziellen Facebook-Seite Hitzlspergers)

 

"Respekt! und jetzt bin ich mal auf das ganze Interview und vor allem die Reaktionen gespannt [...] Und wer hier jetzt unangemessen postet, der ist schneller raus als Haare waschen!" (Frank Buschmann, Sportkommentator und Interviewpartner unserer Seite, auf seiner Facebook-Seite)

 

"Ich hoffe, dass Hitzlspergers mutiger Schritt dazu beiträgt, dass dieses Tabu endlich fällt. Es ist jetzt Aufgabe des DFB, aktiven Spielern Mut zu machen!" (Volker Beck, Bundestagsabgeordneter der Grünen, selbst homosexuell)

 

"Endlich hat mal jemand die Eier in der Hose und geht offen mit dem Thema um. RESPEKT Thomas Hitzlsperger!" (Lutz Pfannenstiel, Fußballtorwart, -Weltenbummler, -Weltrekordhalter und Naturschützer. Interviewpartner unserer Seite)

 

"Irgendwie auch traurig. Ein ehemaliger Profifußballer outet sich, und alle betonen, wie mutig das ist." (Anja Sauer über Twitter)

 

Thomas Hitzlspergers Coming-out hat "zumindest für den deutschen Fußball eine neue Qualität. Denn nun muss sich erweisen, wie aufgeklärt die Fußballgesellschaft hierzulande tatsächlich ist." (Philipp Köster, Chefredakteur der ""11 Freunde" in seiner Kolumne)

 

"Über keine Fußballmeldung habe ich mich in letzter Zeit so sehr gefreut wie über Dein heutiges, sehr privates und eigentlich auch nicht spektakuläres Bekenntnis" (Arnd Zeigler, Fußballkabarettist und Moderator, in seiner Facebook-Kolumne)

 

"Danke und Respekt für deinen Mut, diesen Weg des Coming Outs zu gehen! Davon können viele Menschen, die sich bisher noch versteckt halten, profitieren!" (Sven Wolf, Homosexualitätsbeauftragter beim Badischen Fußballverband auf der inoffiziellen Facebook-Seite Hitzlspergers)

 

"Der Schritt in die breite Öffentlichkeit liest sich viel leichter als er tatsächlich ist" (Guido Westerwelle, Außenminister 2009-2013, ebenfalls homosexuell)

 

"Er hat sich erst nach seinem Karriereende an uns gewandt und uns darüber informiert. Dass er sich nun auch öffentlich bekennt, verdient Anerkennung und Respekt."´(Oliver Bierhoff, Teammanger der Nationalmannschaft)

 

"Der erste Schritt gegen Homophobie im Fußball!" (Christoph Metzelder, mit Hitzlsperger WM-Dritter 2006 und Vizeeuropameister 2008)

 

"Proud of you Thomas! You did the right thing. Bin stolz auf dich. Gute Entscheidung und aus meiner Sicht richtiger Zeitpunkt." (Arne Friedrich, mit Hitzlsperger deutscher Nationalspieler und WM-Dritter 2006 und Vizeeuropameister 2008)

 

"Solange wir uns outen müssen, sind wir nicht frei. Trotz allem: Danke aus ganzem Herzen." (Jan Schnorrenberg über Twitter)

 

Respekt, Thomas Hitzlsperger. Das ist eine mutige und richtige Entscheidung. Ein wichtiges Zeichen. (Lukas Podolski, Nationalmannschaftskollege von Hitzlsperger, WM-Dritter 2006 und Vizeeuropameister 2008 - kein wörtliches Zitat)

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