Hitzlsperger überrascht mit Coming-Out

Der langjährige Nationalspieler sorgt mit seinem Geständnis in der "Zeit" für ein Novum im deutschen Profifußball und dürfte die Diskussionen um Homosexualität im Profisport - insbesondere im Fußball - neu entfachen.

 

(seko). Der ehemalige deutsche Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat sich in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt und damit für einen Paukenschlag im deutschen Profifußball gesorgt. Der 52-malige Auswahlspieler, Weltmeisterschafts-Dritter 2006 und Vizeeuropameister 2008 und in einem Spiel sogar Spielführer der Nationalmannschaft, ist der erste (ehemalige) prominente deutsche Profikicker, der sich offen zu seinem Schwulsein bekennt. Hitzlsperger absolvierte unter anderem zwischen 2005 und 2010 insgesamt 125 Bundesligaspiele für den VfB Stuttgart, wurde mit den Schwaben 2007 Deutscher Meister und führte die Mannschaft mehrere Monate als Kapitän an.

 

Hitzlsperger wolle mit seinem Coming-Out "die Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern voranbringen" und habe das Gefühl, dass nach seinem Karriereende ein guter Moment für sein Coming-Out gekommen sei. Allerdings bemerkt der gebürtige Münchner auch, dass er bis heute keinen anderen Profifußballer kenne, der ebenfalls schwul sei und Homosexualität im Profifußball "schlicht ignoriert" werde.

 

Das komplette Interview wird am morgigen Donnerstag in der "Zeit" zu lesen sein.

 

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