Der Sport und die Rechte der Menschen

Am internationalen "Tag der Menschenrechte" muss sich auch der Sport hinterfragen.

Heute ist der weltweite "Tag der Menschenrechte". Und leider ging auch im Sport in den letzten Monaten die Entwicklung in die Richtung, dass wir uns auch als (Sport)Journalisten Gedanken um die Einhaltung der Menschenrechte machen müssen. An einem Tag wie dem solchen ist es wichtiger denn je, zu fragen, was in die Verantwortlichen des IOCs und der FIFA gefahren ist, sportliche Großveranstaltungen von Ländern wie China, Russland oder Katar ausrichten zu lassen und damit mit dem Sport etwas zu machen, was auf keinen Fall gemacht werden soll - ihn zu einem Politikum verkommen zu lassen.

 

In Ländern, in denen die Presse zensiert, eine eigene Meinung verboten, die sexuelle Freiheit beschnitten wird, Menschen auf Baustellen wie Sklaven zu einem Hungerlohn oder gar ganz ohne Gehalt arbeiten müssen und die Reisefreiheit nicht vorhanden ist, dürfen keine Weltmeisterschaften in egal welcher Sportart oder Olympische Spiele stattfinden. Zuschläge für solche Länder sind Schläge in das Gesicht einer jeden Menschenrechtsorganisation.

 

Das Zeichen Joachim Gaucks, Sotschi zu boykottieren, ist genau das richtige Signal. Wir hoffen, dass weitere Politiker aus aller Welt dem Beispiel des Bundespräsidenten folgen und den Putinspielen fernbleiben. Das gleiche gilt für die WM 2018 in Russland und - noch wichtiger - der in Katar 2022.

Wir, die "Spiel, Satz und Tor"-Redaktion, rufen deshalb sämtliche Verbände dazu auf, in Zukunft keine Großveranstaltungen mehr an autokratisch oder diktatorisch regierte Länder zu vergeben.

 

Wir machen das im Namen der Pressefreiheit, einem weiteren hohen Gut der Menschenrechte, und hoffen, dass dieser Beitrag auf unserer Facebook- und Twitterseite möglichst oft geteilt und verbreitet wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre "Spiel, Satz und Tor"-Redaktion

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