Bundesliga 11. Spieltag - Zusammenfassung

Bayern mit Mühe zum Rekord, Leverkusen blamiert, Erleichterung in Freiburg

(seko). Eintracht Braunschweig hat am elften Spieltag für die erste große Sensation der Saison gesorgt. Der Aufsteiger setzte sich mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen durch und feierte den ersten Bundesliga-Heimsieg seit dem Wiederaufstieg. Außerdem stellten die Bayern den Uralt-Rekord des Hamburger SV ein und sind nach dem 2:1-Sieg in Hoffenheim seit 36 Bundesliga-Spielen ungeschlagen. Der SC Freiburg gewann in Nürnberg mit 3:0 und feierte den ersten Saisonsieg. Schalke und Mönchengladbach gewannen jeweils mit 2:0.

Eintracht Braunschweig - Bayer 04 Leverkusen 1:0 (0:0)


Die Braunschweiger Löwen sind endgültig in die Bundesliga zurückgekehrt und blamierten Bayer Leverkusen zu Hause mit 1:0. Für die Eintracht war es der erste Bundesliga-Heimsieg seit Mai 1985.
Bayer Leverkusens Trainer Sami Hyypiä rotierte in der Startelf auf mehreren Positionen und ließ das Offensivtrio Stefan Kießling, Sidney Sam und Heung-Min Son zu Beginn nur auf der Bank. Sie wurden durch Robbie Kruse, Jens Hegeler und Eren Derdiyok ersetzt.
Das Spiel begann schwach und weder die Westfalen noch die Niedersachsen konnten sich in den ersten 20 Minuten zwingende Chancen erarbeiten. Nach jenen 20 Minuten hatte der Australier Kruse die größte Chance in der ersten Halbzeit, als er einen Abpraller nicht nutzen und nach einem Fehler von Eintracht-Schlussmann Daniel Davari den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. In der Folge wurde der Gastgeber zwar stärker, konnte aber seinerseits auch keine wirklichen Torchancen erspielen und so ging es torlos in die Kabine.
Das Bild änderte sich in einem schwachen Bundesligaspiel auch nach Wiederanpfiff nicht und die Zuschauer mussten bis zur 81. Minute warten, ehe Domi Kumbela das überraschende 1:0 für den Aufsteiger erzielte. Die folgenden zehn Minuten entschädigten für die vorige Performance und sowohl Bayer durch Kießling (90.) als auch die Eintracht durch mehrere Konter hatten noch mehrere Chancen, scheiterten allerdings jeweils an den gut reagierenden Schlussmännern Davari und Bernd Leno.

1899 Hoffenheim - FC Bayern München 1:2 (1:1)


Die TSG Hoffenheim hat eine Überraschung gegen den FC Bayern knapp verpasst, den sportlichen Aufwärtstrend der letzten Tage aber bestätigt. Die Bayern sind seit mittlerweile 36 Bundesligaspielen ungeschlagen, was aus Münchner Sicht neben den drei Punkten allerdings auch das einzig Positive an diesem Nachmittag war.
Bei den Bayern mussten Toni Kroos und Rafinha in der Startelf für Mario Götze und Javi Martinez weichen, bei den Kraichgauern aus Sinsheim stand Kevin Volland wieder auf dem Platz.
Wie in den restlichen Partien an diesem Samstag begann auch die Partie in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena schwach. Bis zur ersten Chance des Spiels durch Mario Mandzukic mussten sich die Zuschauer 20 Minuten gedulden. Wenig später verpasste Martinez die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für die Bayern. Die Partie nahm Fahrt auf, denn als sich in der Arena das Gefühl breit machte, die Bayern würden das Spiel bis zum Ende dominieren, fiel die Führung - für Hoffenheim. Manuel Neuer konnte in der 34. Minute eine Ecke von Kai Herdling nicht abfangen, 1899-Verteidiger Niklas Süle bedankte sich artig und schob den Ball mühelos ins leere Tor ein. Wenig später hätte Volland die Führung sogar noch auf 2:0 oder gar 3:0 ausbauen können.
Dennoch kamen die Bayern noch vor der Pause zurück und gingen nach einem Freistoß von Franck Ribéry, den Mandzukic unhaltbar abfälschte mit einem schmeichelhaften Remis in die Pause.
Nach der Halbzeit entwickelte sich ein rasantes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Dante, Thomas Müller und Ribéry auf der einen Seite, Volland mit drei Chancen auf der anderen Seite verpassten jedoch den Führungstreffer. Der fiel schließlich doch noch, als Nationalspieler Müller in 75. Minute den Ball aus sieben Metern im Tor von Koen Casteels unterbringen konnte. Die Bayern ließen in der letzten Viertelstunde nichts mehr anbrennen und fuhren den Sieg mit mehr Mühe als erwartet nach Hause.

1. FC Nürnberg - SC Freiburg 0:3 (0:0)


Der SC Freiburg hat im Abstiegskampf einen Befreiungsschlag gelandet und sich am zehnten Spieltag den ersten Saisonsieg gesichert. Der 1. FC Nürnberg bleibt derweil das einzige Team im deutschen Profifußball ohne Ligasieg. Warum das so kam, ist mit einer Fußballweisheit ganz einfach zu erklären: Wenn du vorne die Dinger nicht machst, klingelt es hinten.
Wir überspringen mal wieder die ersten 20 Minuten und steigen in jener 20. Minute ein, als der überragend aufspielende Oliver Baumann einen Distanzschuss von Hiroshi Kiyotake so gerade noch an den Pfosten lenken konnte. Der SC-Schlussmann sollte die Offensive der Franken in den kommenden 70 Minuten zur Verzweiflung bringen und gab eine eindrucksvolle Antwort auf das Pannen-Spiel vom letzten Sonntag. Wieder Kiyotake, dann Emanuel Pogatetz und wieder der Japaner - der SC Freiburg war in den ersten 45 Minuten nur körperlich (in vielen Szenen noch nicht mal das) und musste sich bei Baumann bedanken, dass das Spiel torlos in die Pause ging.
Nach Wiederanpfiff scheitere Nürnberg-Defensivmann Marvin Plattenhardt gleich zweimal binnen weniger Sekunden aus aussichtsreicher Position und so kam es, wie es kommen musste - Felix Klaus erzielte in der 57. Minute mit der ersten wirklichen Chance die Führung für die Breisgauer.
Wer dachte, das Spiel würde sich nun drehen, täuschte sich jedoch. Weitere Nürnberger Chancen folgten und Baumann schien über sich hinauszuwachsen. Als SC-Verteidiger Oliver Sorg nach der zweiten gelben Karte in der 69. Minute auch noch frühzeitig duschen gehen musste, sollten die Franken doch zumindest einen Punkt im heimischen Stadion behalten dürfen. Denkste...
Der teuerste Einkauf der Freiburger Vereinsgeschichte, Vladimir Darida, baute die Führung mit einem Sonntagsschuss und einem Traumtor auf 2:0 aus (79.). Admir Mehmedi bedankte sich zwei Minuten vor Schluss bei Per Nilsson, erlief eine schlechte Rückgabe des Schweden und erzielte gar noch das 3:0.

Außerdem gewann Borussia Mönchengladbach durch zwei Tore von Max Kruse mit 2:0 beim Hamburger SV, was die erste Niederlage der Hamburger unter Trainer Bert van Marwijk bedeutete.
Schalke 04 gewann bei Hertha BSC mit 2:0. Adam Szalai und Julian Draxler erzielten die Tore für die Knappen.

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